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Um 14 Uhr beginnt das Beachvolleyball-Turnier mit der Qualifikation für das Hauptfeld

"Dieses Jahr kann jeder jeden schlagen"

Obernkirchen (rnk). Ein letzter prüfender Blick, dann folgt die Probe mit dem Fuß: Florian Behrens scharrt ein bisschen im Sand, so ganz zufrieden ist er nicht: Richtig hart ist der Untergrund nur dort, wo der Raupenfahrer mit der Schaufel noch einmal extra verdichtet hat. Der nächste Blick gilt dem Himmel: strahlend blau, die Wetterprognosen für das Wochenende sind einfach prima.

veröffentlicht am 25.07.2008 um 00:00 Uhr

Nichts geht mehr, die Meldelisten sind geschlossen, heute beginnt das dritte Top-10-Turnier der Beachvolleyballer. Ab 14 Uhr wird in der Qualifikation ermittelt, wer ab Sonnabend im Hauptfeld aufschlagen darf. Klare Favoriten gibt es wieder bei den Männern, meint Organisator Günter Szallies. Nicht zu unterschätzen sind bei den Frauen die ehemaligen Zweitligisten des MTV Obernkirchen, Gabriele Helms und Annette Mzyk, die vor fünf Jahren das Turnier gewannen. Konkurrenz erhalten sie durch das Regionalligateam des GfL Hannover: Julia Höftmann und Josephine Steckler haben in dieser Saison beachtliche Leistungen gezeigt. Bei den Männern gibt es ein Wiedersehen mit Marvin Polte, der vor drei Jahren mit seinem damaligen Team-Gefährten Thorsten Schoen in überragender Manier durch das Turnier fegte. Beide waren damals gerade Vierte der Weltmeisterschaft geworden und definierten auf dem Kirchplatz, was ein Monsterblock wirklich ist: In guten Momenten, und davon hatten Schoen, aber auch Polte viele, sprangen beide knapp bis zum Mond. Bei den Männern, so schätzt Szallies, "kann jeder jeden schlagen, es kann gut sein, dass dieTagesform den Ausschlag gibt". Wenn der erste Ball aufgeschlagen wird, hat Szallies mit seinem Team die Arbeit hinter sich. Zehn Lkw mit jeweils 28 Tonnen Sand haben am Mittwoch für den bespielbaren Untergrund gesorgt, die Unterstützung durch die Firma Eggersmann hat schon Tradition. "Ich bin damals einfach hingegangen und habe gefragt, ob sie mich unterstützen würden", erinnert sich Szallies gut: "Und man hat sofort ,Ja' gesagt." Andere waren damals nicht so großzügig. Die Stadt Bückeburg etwa, in der Szallies das erste Turnier aus Liebe zum Sport ausrichtete, ein kleines A-Turnier. Viel Lehrgeld hat Szallies damals bezahlt, an 1000 Mark, die die Stadt für die Sperrung zweier Straßen damals in Rechnung stellte, kann er sich ebenfalls noch bestens erinnern. Zugelegt hat er damals, nach Bückeburg würde er daher niemals zurückgehen. Gewinn macht Szallies nicht, dafür sind die Kosten auch zu hoch und die Einnahmen dann doch, nun ja, recht überschaubar. Schließlich müssen die Mitarbeiter bezahlt werden, 1000 Euro Startgeld sind fällig, damit das Turnier überhaupt stattfinden kann, dazu kommen noch die Spieler, die von den Gewinnen teilweise leben: Das Obernkirchener Turnier, es wird oft vergessen, ist ein Turnier für Profis. Sehr zur Freude der Zuschauer.




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