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Pfarrer Bogdan Dabrowski nach sechs Jahren verabschiedet

Dieses Lebewohl fällt nicht leicht

Bückeburg/Obernkirchen/Rehren. Mit einem Gottesdienst und einem Empfang im Pfarrhaus ist Bogdan Dabrowski als Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien Bückeburg verabschiedet worden. Im Rahmen der von mehreren Pfarrern gemeinsam gefeierten Heiligen Messe bekam er von Joachim Wingert, Dechant des Dekanats Weserbergland, die vom Hildesheimer Bischof Norbert Trelle ausgestellte Entpflichtungsurkunde offiziell verlesen und überreicht. Viele warme Gruß- und Abschiedsworte, Geschenke und Segenswünsche gab es auch beim anschließenden Empfang im Pfarrhaus für den scheidenden Seelsorger.

veröffentlicht am 15.02.2016 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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Vor allem gesundheitliche Gründe hatten für den polnischen Geistlichen, der am 20. September 2009 in Bückeburg eingeführt worden war, den Ausschlag gegeben, in eine kleinere Gemeinde zu wechseln. Bogdan Dabrowski hatte 2009 in Bückeburg die Nachfolge von Matthias Ziemens angetreten und war somit der erste Pfarrer der aus der Fusion der ursprünglich drei autarken Katholischen Gemeinden Bückeburg, Obernkirchen und Rehren hervorgegangenen Kirchengemeinde. In Folge dessen hatte er mit St. Marien in Bückeburg, St. Joseph in Obernkirchen und St. Katharina in Rehren drei Gotteshäuser zu betreuen und oftmals mehrere Gottesdienste an einem Tag zu halten.

„Mit Dank und Anerkennung“ werde Bogdan Dabrowski verabschiedet, betonte Dechant Joachim Wingert. Drei religiöse Akzente hätten seine Arbeit gekennzeichnet: „Von Gott gerufen, eingeweiht in Jesus Christus und gesandt zu den Menschen.“ „Es fällt uns nicht leicht, Dir Lebewohl zu sagen“, erklärten Gemeindereferentin Sabine Kalkmann und Pfarrsekretärin Cornelia Engermann, die ihrem scheidenden Chef als Abschiedsgeschenk eine Kerze für den Meditationsraum in seiner neuen Gemeinde überreichten.

Udo Anke, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, erinnerte an die schwierige Situation der Kirchengemeinde St. Marien nach der Zusammenlegung von Bückeburg, Obernkirchen und Rehren: „Das Annehmen der Situation und das Aneinandergewöhnen fiel uns leichter durch Ihre einfühlsame Art, mit der Sie uns zur Seite standen. Mit Ihrer individuellen Moderation haben Sie uns geholfen, aufeinander zuzugehen. Danke für die Zeit, die Sie uns geschenkt haben.“ Eine Herzensangelegenheit Dabrowskis sei das Heranführen der Kindergartenkinder an die biblischen Geschichten, die Vorbereitung der Kommunionkinder und die Begleitung der Firmlinge gewesen.

Aber auch in der Verwaltung der Gemeinde habe der polnische Pfarrer unübersehbare Spuren hinterlassen, betonte Anke. Als Beispiele nannte der Kirchenvorstands-Vize die Kita in Bückeburg, in der nach einer schweren Krise eine neue Führung erfolgreich installiert wurde, und den Umbau der alten Schule zum neuen Familiengarten mit der Integration von Caritas, Lebensberatung und Bücherei. In Obernkirchen fielen die Ausmalung der Kirche, die Renovierung der Orgel und die Erneuerung des Kirchenfußbodens in die Amtszeit Dabrowskis. In Rehren führte die Gründung der Lenkungsgruppe zur Bestandssicherung der Filialkirche. Als Abschiedsgeschenk erhielt Bogdan Dabrowski aus den Händen von Udo Anke eine Madonna mit Kind auf einem Sockel aus Obernkirchener Sandstein, die vom 2006 verstorbenen Obernkirchener Bildhauer Joseph Franke gestaltet worden war. Herzliche Dankes- und Abschiedsworte gab es während des anschließenden Empfangs im Pfarrheim von Pastor Rainer Diekmann von der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchengemeinde Bückeburg, Pastor Herbert Schwiegk von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Obernkirchen und Bürgermeister Reiner Brombach.

Bogdan Dabrowski wechselt nun als neuer Pfarrer zur Katholischen Pfarrgemeinde St. Cyriakus im Dekanat Braunschweig. In Bückeburg werden zukünftig die seelsorgerische und die administrative Arbeit getrennt: Die Leitung der Gemeinde wird vom kommenden Monat an von Pfarrer Stephan Uchtmann von der Katholischen Gemeinde St. Joseph Stadthagen mit übernommen. Für die seelsorgerischen und pastoralen Aufgaben in der Gemeinde rückt Pastor Thomas Thannippara nach: Der aus Indien stammende Geistliche ist zurzeit noch im Dekanat Bremerhaven tätig.

Während der Vakanz gibt es in der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien Bückeburg ein Wiedersehen mit einem ganz alten Bekannten und bis heute ungemein angesehenen und beliebten Seelsorger: Der heute 80-jährige Propst i.R. Benno Wessels aus Bremerhaven war von 1972 bis 1989 Pfarrer von St. Marien in Bückeburg und wird bis zur offiziellen Amtseinführung von Stephan Uchtmann und Thomas Thannippara seine alte Gemeinde wieder übernehmen.

Pfarrsekretärin Cornelia Engermann überreicht Bogdan Dabrowski als Abschiedsgeschenk eine Kerze. Foto: jp




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