weather-image
22°
×

Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde Nienstädt votiert gegen Kostensenkung um 13 000 Euro

Doch Klinker statt schnöder Blech-Wände

Südhorsten (gus). Der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde Nienstädt hat sich für die Umsetzung eines Entwurfs für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Südhorsten ausgesprochen. Das Papier sieht keine Trapezblech-Optik, sondern eine Klinkervariante vor, die knapp 13 000 Euro teurer ist.

veröffentlicht am 19.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 07:22 Uhr

Den Entwurf hat Petra Meier vom Baugeschäft Ernst Völkening im Auftrag der Verwaltung erstellt, die Variante mit isoliertem, 7,5 Millimeter dickem Trapezblech auf einer Sockelmauer wurde nachträglich eingearbeitet, um Kosten zu einsparen. 572 000 Euro fielen beim ursprünglichen Plan an, 559 000 Euro wären es bei der Blech-Variante.

Friedrich Deventer (Grüne) sprach sich dagegen aus, diese günstigere Variante zu bevorzugen. Er sei ohnehin für einen anderen Standort gewesen, dort hätte man ein rein funktionales Gebäude errichten können. Aber am jetzt geplanten Standort zwischen Birkenallee und Hauptstraße in Südhorsten sei er gegen ein Blech-Gebäude, es sei ohnehin ärgerlich, dass ein hübsches Haus zugebaut werde.

Auch Manfred Kesselring (SPD) sprach sich gegen die Trapezblech-Optik aus. Das Einsparpotenzial sei doch recht gering, meinte er. Einstimmig votierte der Ausschuss für das Errichten des Feuerwehrgerätehauses in der 13 000 Euro teureren Klinker-Variante.

Von den 572 000 Euro an Gesamtkosten sind bereits 400 000 Euro in den Haushalt 2010 eingestellt worden. Das restliche Geld wird nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening in den Etat 2011 eingestellt. Die Feuerwehr hat Eigenleistung in Höhe von 25 500 Euro eingeplant. Diese verteilt sich auf die Gewerke Heizung/Sanitär, Elektrik und Malerarbeiten.

Harmening hatte dem Ausschuss gegenüber die Möglichkeit, statt drei nur zwei Garagen einzuplanen, als nicht sinnvoll eingestuft. Dies hätte 40 000 Euro eingespart. In einer der drei Garagen soll nach dem Wunsch der Feuerwehren in der Samtgemeinde ein zentrales Schlauchlager eingerichtet werden, was in den kommenden Jahren viel Geld einsparen soll.

Der Baubeginn ist noch für dieses Jahr vorgesehen. „Es könnte aber spät werden“, sagte Harmening auf Anfrage gegenüber unserer Zeitung. Die Gemeindeverwaltung rechnet mit einer zweijährigen Bauzeit.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige