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Erste Kleinenbremer "Nacht der Mühlen" übertrifft alle Erwartungen

"Dorf hat sich zum Fest bekannt" - 3000 machen die Nacht zum Tag

Kleinenbremen (ly). Die erste Kleinenbremer "Nacht der Mühlen" hat alle Erwartungen übertroffen. Rund 3000 Menschen, darunter viele Schaumburger, waren im Dorf unterwegs und machten die Nacht zum Tag. Mindestens 2000 von ihnen, so die Veranstalter vom örtlichen Heimatverein, passierten als zahlende Besucher auch die Kasse zum abgesperrten Gelände ander Mönkhoff-Mühle, wo ein volles Programm wartete.

veröffentlicht am 15.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

Das Organisationsteam um Angelika Heine und Walter Kunz hatte ganze Arbeit geleistet. Einziger Wermutstropfen: Durch den offenbar unerwarteten Ansturm kam es an einigen Ständen vorübergehend zu Engpässen, zum Beispiel bei Getränken. Für Nachschub wurde aber rasch gesorgt. "Das Dorf hat sich zu diesem Fest bekannt", stellte Angelika Heine am Tag danach fest. Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins, hat "viele Gesichter gesehen, die man sonst nicht bei Festen sieht". Für das Jahr 2008 ist daher bereits die zweite "Nacht der Mühlen" geplant. Darüber hinaus sprach Caselitz von der "Initialzündung" für ein künftiges Dorfgemeinschaftsfest. Portas Bürgermeister Stephan Böhme hatte sich angesichts der trockenen, jedoch recht kühlen Witterung warm angezogen und dies auch anderen "Wanderern" geraten. "Gemeinschaft entsteht, wenn man sich gemeinsame Ziele setzt und umsetzt", so Böhme in einem Grußwort, gespickt mit Superlativen. "Das gelingtden Kleinenbremern. Sensationell, was ihr hier auf die Beine gebracht habt", bestätigte er den mehr als 100 Helfern, die an der Organisation des Spektakels beteiligt waren. Ebenfalls als sensationell bezeichnete der Bürgermeister die zeitgleiche Nibelungen-Aufführung der Tucholsky-Bühne im Besucherbergwerk, die den Drachenkampf danach auf dem Festplatz noch einmal kurz in Szene setzte. Die "Nacht der Mühlen" ist Teil des Minden-Lübbecker LandArt-Festivals. Kleinenbremen machte als einzige Portaner Ortschaft mit. Und wie: Sämtliche Sehenswürdigkeiten waren mit Teelichtern beleuchtet und mit Helfern besetzt. Die Lichterkette begann am Besucherbergwerk und zog sich entlang des Mühlenpatts über Hartingsche Wassermühle, Backhaus Lohmann, Kindergarten, Dorfteich, Boule-Bahn und Meierhof-Backhaus bis hin zur Mönkhoff-Mühle. Dort war zeitweise kaum noch ein Durchkommen. Dicht gedrängt standen die Besucher etwa beim Feuerzauber von "Feuerfest" (Dortmund) und der Dorfbühne "Spektakulär, Spektakulär". Musik machten die Big Band des Symphonische Blasorchesters Schaumburg sowie Peter Kranz mit seiner Blues-Band.Erst nach mehreren Zugaben wurden die Musiker in die "Nacht der Millionen Sternschnuppen" entlassen. Da waren die Wünsche des Heimatvereins bereits in Erfüllung gegangen.

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