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16 Tanzkreise bei Erntefest / Mehr als 1200 Besucher im Zelt / Erntewagen verschwindet spurlos

Drei Erntebauern befinden sich im Angebot

Tallensen/Echtorf (svb). Zur 66. Auflage in Folge hat das Erntefest mehr als 1200 Besucher angelockt. Bereits am Freitagabend feierten 800 Gäste unter dem Motto „Wild Wild West“ den Disco-Abend im Festzelt am Feuerwehrhaus Tallensen. Auch der Tanzabend am Sonnabend mit der Band „Max“ sei mit etwa 400 Tänzern gut besucht gewesen, meinte die Erntebäuerin, Maren Nolte.

veröffentlicht am 07.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:22 Uhr

Nolte holte mit ihrem Partner Heinrich Steger das Erntefest nach 20 Jahren wieder an die Tallenser Straße. 1992 hatten Noltes Eltern Geschichte geschrieben, weil die Erntekrone erstmals von einer Familie abgeholt wurde, die keine Vollerwerbs-Landwirte waren. So sammelten sich am Sonntag die Erntewagen auf der voll gesperrten Tallenser Straße, um den Festakt mit den ersten offiziellen Trachtentänzen zu beginnen. Mit der Schaumburger Trachtenkapelle marschierten insgesamt 16 Tanzkreise zu den Erntebauern und boten den zahlreichen Gästen mit ihren Alltags- und Sonntagstrachten ein buntes Bild.

„Wir hatten drei Erntebauern im Angebot“, freute sich Gundi Lange, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Echtorf, darüber, dass die nächsten Erntefeste gesichert sind. Auch über die aktive Dorfjugend zeigte sich Lange voll und ganz zufrieden. Es sei schön, dass die Jugendlichen so gute Kontakte zu den umliegenden Dörfern pflegen.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Erntefestes war laut Lange die „Einweihung“ des selbst gebauten Erntewagens der Dorfjugend. Allerdings bereitete der neue Wagen der Dorfgemeinschaft einige bange Stunden, weil er wie durch Zauberei plötzlich spurlos verschwunden war.

Wenn es an Männern mangelt, bilden die Tänzerinnen eigene Tanzkreise.

Die Suche im Dorf und auch in den Nachbardörfern sei erfolglos geblieben, meinte die Vorsitzende. Kurz bevor sie die Polizei alarmieren wollte, tauchte der Erntewagen unbeschadet wieder auf. Einige Spaßvögel hatten statt der Erntekrone den offenbar unbewachten Wagen kurzerhand versteckt, um die Dorfjugend zu erschrecken.

„Auch einen Stromerzeuger hat der neue Wagen bereits“, sagte Jörg Wittkugel, stellvertretender Bürgermeister, bei seinen Grußworten. Damit die Getränke unterwegs kalt bleiben und die Musik erklingen könne, sagte er, steuere die Gemeinde 300 Euro zu dem Aggregat dazu.

„Das Dorf lebt“, sagte Wittkugel mit Blick auf mehrere Hundert Gäste an der Tallenser Straße. Um das Tanzvergnügen nicht zu missen, bildeten einige Tänzerinnen wegen Männermangel einige Frauenkreise, sodass mehrere Röcke durch die Luft flogen.




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