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Zehn Jahre "Häppchen- und Schnäppchen-Markt" / Am Sonnabend, 2. August, von 10 bis 16 Uhr

Drei Zutaten machen das Erfolgsrezept aus

Rinteln (wm). Zehn Jahre Häppchen- und Schnäppchen-Markt - ein kleines Jubiläum, das am Sonnabend gefeiert werden soll mit tollen Angeboten. Als der Häppchen- und Schnäppchen-Markt 1998 vom Gewerbeverein aus der Taufe gehoben wurde, gab es noch keine Fußgängerzone, keinen Marketingverein Pro Rinteln - dafür noch dieD-Mark.

veröffentlicht am 31.07.2008 um 00:00 Uhr

Die Idee war, den Sommer- und Winterschlussverkauf besser anzukurbeln und schwungvoller zu gestalten. Die Kunden sollten nicht nur einfach einkaufen, in Grabbelkisten wühlen, sondern auch Spaß beim Einkaufsbummel haben. Der dritte Häppchen- und Schnäppchen-Markt unter Regie von Sabine Korf und Manfred Tiefensee war gewissermaßen dann im Jahr 2001 ein Vorgeschmack auf die Fußgängerzone. Damals ist die Kloster- und Weserstraße für den Verkehr gesperrt worden. Mit dem überraschenden Ergebnis, dass der Gewerbeverein forderte, die Fußgängerzone entgegen anderer Pläne bereits 2002 zu bauen. Im März 2002 ist dann auch der erste Spatenstich erfolgt. Der nächste Häppchen- und Schnäppchen-Markt fand dann in der halb fertigen Fußgängerzone statt - die Bummler hat es nicht gestört, sie strömten in Scharen. Im Laufe der Jahre marschierten Stelzenläufer, Don Quichotte und Sancho Pansa höchstpersönlich, dazu Musikanten durch die Straßen, auch die Rintelner Kultband Kluwe und Kluwe war dabei und der Zirkus Sauresani - bis im August 2005 Alfred Schneider kam, der puren Nervenkitzel bieten konnte: Er wirft mit Messern und Beilen nach seiner Ehefrau Monika - ideale Frustabfuhr für Ehemänner, die den Einkaufsbummel lieber den Damenüberlassen. Und dabei oft nicht wissen, was sie alles verpassen. Der "Häppchen- und Schnäppchen-Markt" ist zu einem Markenzeichen für die Weserstadt geworden, vor allem, seit 2004 die Regeln für die Schlussverkäufe aufgehoben worden sind. Und mit der Fußgängerzone ist auch eine ideale Voraussetzung für diese Veranstaltung geschaffen worden. Ob brütende Hitze oder wolkenbruchartige Regengüsse, nichts kann die Schnäppchenjäger stoppen - bei Preisnachlässen bis zu 70 Prozent kein Wunder. Bei den Campern vom Doktorsee, meist Stammgäste, steht der Markt längst fest im Terminkalender. Und noch etwas hat sich herumgesprochen: Beim Häppchen- und Schnäppchen-Markt wird kein Ramsch angeboten, der speziell für diesen Zweck eingekauft worden ist, sondern Qualität und Markenware. Und immer wieder gibt es dabei auch überraschende Angebote, besondere Artikel, wie eine Boss-Hose für 30 Euro, eine Festina-Uhr zum halben Preis, echte Pelzmützen mitten im Hochsommer und das für 50 Euro, kostenlos dazu den Kommentar von Kürschnermeister und Waidmann Heinz-Wihelm Klaus: "Persönlich erlegt!" Nicht zu vergessen - wo bietet sich eine bessere Gelegenheit, die Blumen in der heimischen Vase aufzufrischen? Und es macht einfach Spaß, in der Bücherkiste der Buchhandlung Droste zu stöbern, neue Düfte bei Koulen zu erschnuppern, die Kleiderständer vor den Modehäusern durchzusuchen - einen Eindruck davon gibt auch die Fotorückschau unserer Zeitung auf zehn Jahre (Bilder oben). Das Angebot an "Häppchen" ist im Laufe der Jahre gestiegen, wenn man sich inzwischen auch angesichts üppiger Teller mit Bratwurst, Sauerkraut und Bratkartoffeln über die Definition "Häppchen" streiten könnte. Am Sonnabend beim Jubiläums-"Häppchen- und Schnäppchen-Markt" von 10 bis 16 Uhr sind erstmals auch Verkaufsstände von Geschäften aus den Ortsteilen dabei. Alfred Schneider bietet um 11 und 13 Uhr wieder seine Westernshow mit Messerwerfen und Bogenschießen. Das Spielmobil des Erlebnisparks Steinzeichen Steinbergen lädt Kinder zum Goldwaschen und zur Fossiliensuche ein. Zwischen Doktorsee und Innenstadt pendelt der Doktorsee-Express. Auch sonst ist alles wie gewohnt - warum soll man auch ein Erfolgsrezept groß ändern, stimmen doch die Zutaten: Zutat Nummer 1: Nahezu alle Einzelhändler der Innenstadt machen mit. Zutat Nummer 2: Einen solchen Markt mit diesem Konzept gibt es nur in der Weserstadt. Zutat Nummer 3: Das Konzept garantiert entspannten Städtebummel - Mutti kauft ein, Papa genießt seine Bratwurst, der Junior geht Goldwaschen.




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