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Auhagen/Hagenburg/Mesmerode: Klaus-Peter Simon (CDU) nimmt an historischem Vorbild Maß

„Dreiländereck“ wieder mit Wappenstein?

Hagenburg/Auhagen/Mesmerode (jpw). Der Kreisel am „Dreiländereck“ ist noch nicht gebaut. Am vergangenen Mittwoch haben bereits die Bürgermeister der Gemeinden Hagenburg und Auhagen und der Ortsbürgermeister Mesmerodes im Hagenburger Rathaus zusammengesessen, um darüber zu beraten, ob den Mittelpunkt des Kreisverkehrs künftig ein Wappenstein in Anlehnung an ein historisches Vorbild zieren könnte.

veröffentlicht am 09.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 16:22 Uhr

Einst grenzten am „Dreiländereck“ ein Königreich, ein Fürstentum und eine Grafschaft aneinander. Die dazu gehörigen Wappen waren in einen besonderen Grenzstein geschlagen. Der besondere Stein mit drei statt zwei Seiten stand unübersehbar als Markierung an der Landesstraße 445 und der dort kreuzenden Verbindung zwischen Mesmerode und Düdinghausen.

Der Grenzstein verschwand eines Tages spurlos noch vor dem Umbau der Kreuzung; der inzwischen gestorbene Samtgemeinde- und Auhäger Ratsherr Willi Völker fahndete nach ihm, verfolgte eine Spur nach Stadthagen und eine weitere zu einem Antiquitätenhändler in der Friesenstraße in Hannover. „Ich bin dort extra hingefahren“, erinnert sich Kurt Blume, damals wie heute Bürgermeister von Auhagen. „Dort war aber nichts.“

Angeregt durch den bereits seit Längerem gefassten Entschluss des Landes Niedersachsen, die unfallträchtige Kreuzung am „Dreiländereck“ durch eines Kreisverkehr zu entschärfen, regte der Auhäger und Samtgemeinde-Ratsherr Klaus-Peter Simon (CDU) an, in Erinnerung an das historische Vorbild einen Stein oder eine Stele aufzustellen.

Auch Markus Brockmann, Leiter des Geschäftsbereiches Hameln des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr, begrüßt solche Initiativen grundsätzlich: „Es hat noch keine Gemeinde gegeben, mit der wir uns nicht geeinigt hätten“, meint er auf Anfrage der Schaumburger Nachrichten.

So stehen die Zeichen gut, dass ein Findling – oder möglicherweise eine Stele – in den Mittelpunkt des Kreisels rückt, der in der Hagenburger und Düdinghäuser Gemarkung gebaut wird. Bei der Besprechung im Hagenburger Rathaus waren dann auch der Hagenburger Bürgermeister Karl-Wilhelm Möller (CDU), Auhagens Bürgermeister Kurt Blume, der Mesmeroder Ortsbürgermeister Fritz Stolte und Ratsherr Klaus-Peter Simon zugegen. Ohne den beteiligten Räten vorgreifen zu wollen, diskutierten die Bürgermeister mehrere Ideen. Angeregt wurde unter anderem, statt eines Steins drei Findlinge mit den jeweiligen Wappen – und einem großen Baum in der Mitte – aufzustellen.

Welche Idee umgesetzt wird und wer die Kosten dafür trägt, werden die Gemeindegremien demnächst entscheiden.




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