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Bernd Aß aus Heeßen ist der 36 001. Blutspender / Joachim Bertram hat 124 Mal teilgenommen

DRK-Präsentkörbe vor freiwilligem Aderlass

Bückeburg (wk). Eine besondere Überraschung ist drei Blutspendern zuteil geworden, die an einer in der Herderschule ausgerichteten Blutspende-Aktion des DRK-Ortsverband Bückeburg teilgenommen haben: Joachim Bertram, Andrea Gbur und der Heeßener Bernd Aß hatten am Mittwoch gerade die Formalitäten für den Aderlass hinter sich gebracht, da wurden sie auch schon von der Ortsverbandvorsitzenden Karin Gerstenberg und deren Mitstreiterin Barbara Springer mit Präsentkörben begrüßt – darin jeweils eine Flasche Weißwein, Rotwein und Sekt sowie Blumen. Bertram durfte sich zudem noch über die Einladung zu einem Frühstück für zwei Personen im Bückeburger Schlosscafé freuen.

veröffentlicht am 30.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 16:41 Uhr

Erst nach der geglückten Überraschung klärten die beiden DRK-Damen die verdutzten Spender über den Grund des ungewöhnlichen Empfangs auf: Seit 1956 organisiere der Ortsverband bereits Blutspende-Aktionen in Bückeburg, berichtete Gerstenberg, und Bertram sei der mittlerweile 36 000. Blutspender, der an einer dieser Veranstaltungen teilnimmt. Dass Gbur und Aß ebenfalls beschenkt wurden, lag daran, dass diese nur knapp an der Zielmarke vorbeigeschrammt waren. Gbur war die Spenderin Nummer 35 999, Aß derjenige auf Platz 36 001.

Das erste Mal habe er seinerzeit als junger Mann bei der Bundeswehr Blut gespendet, verriet der heute 60-jährige Bertram. Damals habe er dafür einen freien Tag geschenkt bekommen. Dass er seitdem schon 124 Mal dabei war, begründete der Bückeburger damit, anderen Menschen durch seine Blutspende helfen zu wollen – ein Beweggrund, den auch die beiden „Fast-Jubilare“ teilten.

Selber etwas geben

Zwar habe sie selber noch keinen Unfall gehabt, als Motorradfahrerin wisse sie jedoch durchaus, wie schnell beispielsweise im Straßenverkehr etwas passieren könne und man auf Fremdblut angewiesen sei, meinte Gbur (48). Zudem könne man nicht erwarten, dass einem durch eine Bluttransfusion geholfen wird, ohne selber etwas zu geben.

Als aktiver Feuerwehrmann werde er bei den Rettungseinsätzen auf der Autobahn regelmäßig mit schwer verletzten Menschen konfrontiert, bestätigte der 47-jährige Aß. „Da weiß man, wofür man das tut.“ Der Heeßener nahm bereits mehr als 40 Mal an einer Blutspende-Aktion teil, Gbur zum 19. Mal.




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