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Anschlüsse Ende 2008 fertig?

DSL: Hespe und Meerbeck mit mehr Megabits

Hespe/Meerbeck (gus). Die Gemeinden Hespe und Meerbeck haben einen Joint-Venture-Vertrag mit der Telekom unterzeichnet und damit die Weichen für eine bessere DSL-Versorgung in mehreren Ortsteilen gestellt. Nach Angaben beider Bürgermeister kostet dies beide Kommunen keinen Cent.

veröffentlicht am 28.07.2008 um 00:00 Uhr

Bis zu 600 Kunden, die einen DSL-Vertrag abschließen, erhofft sich die Deutsche Telekom laut einer Pressemitteilung zum Vertragsabschluss mit der Hesper und der Meerbecker Verwaltung. Ende 2008 könnte es dem Papier zufolge so weit sein, könnten die Haushalte im Hesper und Meerbecker Vorwahlbereich 05721 Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Megabit pro Sekunde aus dem Internet herunterladen. Am stärksten profitieren die Orte Kuckshagen, Volksdorf, Levesen, Stemmen und Teile Hespes, wo bislang kein oder nur sehr langsames DSL verfügbar gewesen ist. In den Teilen Meerbecks, die bislang mit DSL-Geschwindigkeiten im unteren vierstelligen Kilobit-Bereich versorgt waren, können die Anschlüsseauf bis zu 16 Megabit "aufgemotzt" werden Hespes Bürgermeister Werner Vehling freut sich besonders über den Vertragsabschluss. Schließlich sei nun zumindest der Vorwahlbereich 05721 schnell an moderne Multimediadienste angeschlossen. Die Hände in den Schoß will er aber nicht legen. "Wir werden gemeinsam mit der Samtgemeinde Nienstädt alles dafür tun, damit auch die weiteren Ortsteile mit Breitbandtechnik versorgt werden", betonte Vehling. Klaus Tanski, Bürgermeister von Meerbeck, sagte zum Vertragsabschluss: "Wir freuen uns, dass über die Kooperation mit der Deutschen Telekom unsere Gemeinden an die zukunftsweisende Breitbandtechnologie angeschlossen werden können". Anders als im Fall Pollhagen, wo ein Vertragsabschluss bislang am finanziellen Risiko für die Gemeinde gescheitert ist, steht derlei im Fall Hespe/Meerbeck nicht im Wege. Vehling betonte, dass keine monetären Verpflichtungen sowohl für Hespe als auch für Meerbeck eingegangen worden sind. "Da habe ich nichts unterschrieben", so der Hesper Bürgermeister. Als Grund führte Vehling das hohe Potenzial neuer Anschlüsse an. Zwischen 220 und 250 würden allein in seiner Gemeinde zusammenkommen. Die beteiligten Kommunen haben sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass möglichst viele dieser Kunden bei der Telekom unterschreiben. Eine Klausel im Joint-Venture-Vertrag besagt, dass Informationsabende zu DSL-Tarifen der Telekom veranstaltet werden. Tanski: "Wir werden bei der Akquise behilflich sein." Vehling findet dies nicht ungewöhnlich. Schließlich sei die Telekom als Netzbetreiber auch kompetenter als andere Anbieter. Der Hesper Bürgermeister betonte jedoch, dass zu solchen Werbeveranstaltungen erst dann eingeladen wird, wenn die Leitungen liegen. Ende August sollen die Arbeiten beginnen. Zusätzlich zur Werbepartnerschaft werden die Gemeinden bei den Bauarbeiten beratend zur Seite stehen. Vehling: "Ich werde versuchen, bei möglichen Problemen zu vermitteln und Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen." Auch bei Fragen zur idealen Trassenführung beim Verlegen der Kabel könnten die Gemeinden assistieren. "Wir werden uns an den technischen Planungen beteiligen", sagt Tanski.




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