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Joint Venture: Keine Entscheidung / Rat "sehr an Lösung interessiert" / Pressekonferenz mit Telekom geplant

DSL-Segen für Meerbeck und Hespe: Noch alles offen

Meerbeck (gus). Imöffentlichen Teil der jüngsten Meerbecker Ratssitzung ist keine Entscheidung über den Joint-Venture-Vertrag mit der Telekom zur DSL-Versorgung der Gemeinden Meerbeck und Hespe gefallen. Die Signale waren aber eindeutig.

veröffentlicht am 14.07.2008 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Klaus Tanski berichtete vom einstimmigen Votum im Verwaltungsausschuss für die Unterzeichnung des Papiers. Demnach ist kaum damit zu rechnen, dass der Rat dieser Empfehlung nicht gefolgt ist. Dennoch hielten sich die Politiker an die Vereinbarung mit der Telekom, die Inhalte des Vertrages unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu besprechen und auch die amtliche Entscheidung im nichtöffentlichen Teil der Sitzung zu treffen. Das weitere Vorgehen, so Tanski, wird bei eine Pressekonferenz mit allen Vertragspartnern verkündet. Außer der Telekom und der Gemeinde Meerbeck gehört die Gemeinde Hespe dazu, die bereits ihre Unterschrift zugesagt hat. Tanski sagte, der Rat sei "sehr daran interessiert eine Lösung zu finden", die die schlecht versorgten Gebiete so gut wie möglich mit DSL versorgt. Besonders Volksdorf sei problematisch. Aber es gebe auch in Meerbeck unterversorgte Anschlüsse. Auch diese würden von der Netzerweiterung der Telekom profitieren. Tanski erinnerte daran, dass auch zwei Gewerbebetriebe seit geraumer Zeit eine Verbesserung der DSL-Anbindung anmahnen. Und die würde mit dem Joint-Venture-Vertrag kommen. Bis zu 16 000 Kilobit pro Sekunde würde die Übertragungsgeschwindigkeit nahe am Verteiler betragen. Mindestens würden in der Gemeinde Meerbeck 6000 kbit/Sekunde garantiert. Als versorgt gelten Haushalte, wenn sie 384 kbit/Sekunde zur Verfügung gestellt bekommen. Die Netzerweiterung betrifft das Gebiet mit 05721- Vorwahl. Auch entlegene Gebiete wie etwa Bad Hiddenser Born sollen vergleichsweise luxuriös ausgestattet werden. Von 5000 kbit/Sekunde ist dabei die Rede. In der Gemeinde Hespe würden vor allem Levesen, Kuckshagen und Hiddensen profitieren. Joint-Ventures sind eigentlich als Kooperation zweier oder mehrerer Wirtschaftsunternehmen gebräuchlich. Seit einiger Zeit wählt die Deutsche Telekom diese Form der Zusammenarbeit mit Kommunen, die nicht ausreichend mit DSL-Technik versorgt sind. Bei einem Joint-Venture entsteht aus dem Zusammenschluss sozusagen eine neue Firma, an der jeder Partner mit eigenem Kapital beteiligt ist. Dieses kann theoretisch auch aus Sach- und Dienstleistungen bestehen.




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