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33 Hektar großes Areal gleicht Mondlandschaft / 250 000 Kubikmeter Boden bewegt / Hochbaubeginn in zwei Monaten

Edeka-Regionallager: Der Rekordbau wird noch größer

Lauenau (nah). 14 Monate nach der Grundsteinlegung sieht das 33 Hektar große Areal für das künftige Edeka-Regionallager eigentlich noch aus wie eine Mondlandschaft. Doch der Schein trügt: Bei den bisherigen Erdarbeiten wurden 250 000 Kubikmeter Boden bewegt.

veröffentlicht am 23.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:22 Uhr

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Von den mehr als 5000 vorgesehenen Stahlbeton-Pfählen befinden sich bereits 1800 an ihrem Platz. In den kommenden Wochen folgen weitere 3500, die ebenfalls die schweren Lasten aus den künftigen Gebäuden tragen. Der eigentliche Hochbau beginnt in etwa zwei Monaten: „Dann“, sagt Bau- und Projektleiter Werner Möllers, „wachsen die Wände täglich weiter“.

Warum bislang vom neuen Logistikzentrum noch nichts zu sehen ist, begründete Geschäftsführer Joachim Lücke von der unternehmenseigenen IT-/Logistik Service mit zwei Ursachen: personelle Veränderungen bei den Verantwortlichen und einen erweiterten Planungshorizont. Das neue Lager in Lauenau soll dem wachsenden Bedarf bis mindestens 2020 genügen. Deshalb wurde inzwischen die bisher kalkulierte Betriebsfläche um 3000 Quadratmeter erweitert. Bisher waren „nur“ 150 000 Quadratmeter vorgesehen. Die beiden großen Hallen samt Verbindungstrakt sowie weiteren Gebäuden wie Tankstelle und Lkw-Werkstatt sollen im Frühjahr 2014 in Betrieb gehen.

Doch schon lange vor dem künftigen riesigen Hallenkomplex ist eine erste bauliche Meisterleistung vollbracht. Eine 7,50 Meter hohe und rund 400 Meter lange steinerne Wand teilt das hangseitige Gelände in zwei Hälften. Die Höhendifferenz wird durch Gabionen markiert, das sind meterdicke Metallkörbe mit mächtigen Steinen als Inhalt. Von diesen führen Kunststoffbewehrungen in das dahinter liegende Erdreich.

Die zwei Geländeebenen ermöglichen für die untere Halle drei Geschosse. Das obere Gebäude umfasst zwei Etagen. Die Geschossdecken sind als Betonrippendecke zum Teil mit einer Stärke bis zu 1,70 Meter ausgewiesen.

Die im Außenbereich sichtbare Gabionenkonstruktion setzt sich übrigens mit einer Stahlbetonwand quer durch den Verbindungstrakt zwischen beiden Gebäuden fort.

Die zeitlichen Verzögerungen beim Bau des neuen Regionallagers wirken sich nach Angaben von Unternehmens-Pressesprecher Andreas Laubig zwangsläufig auf die künftige Besetzung der rund 550 ständigen Arbeitsplätze und des weiteren saisonalen Bedarfs aus. Es gebe noch keine konkreten Entscheidungen. In Abstimmung mit dem Betriebsrat sei jedoch die Belegschaft an den bisherigen Lagern unterrichtet worden, dass sie nach Lauenau wechseln können. Wie viele das am Ende tun werden, sei völlig offen. Im Laufe des Jahres 2013 dürfte Klarheit bestehen, in welchem Umfang neues Personal angeworben werden muss.

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