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Nach dem ersten Vierteljahr: Schülersprecher und Lehrer sind zufrieden

"Eigenzeit" trotzt Wasserschaden: Positive Bilanz für neue IGS-Oberstufe

Landkreis (ssr). Seit einem Vierteljahr gibt es sie - die neue gymnasiale Oberstufe der IGS. Trotz der immer noch nicht ganz beseitigten Folgen des schweren, durch Vandalismus verursachten Wasserschadens im Stadthäger Schulgebäude Hinter der Burg zieht Oberstufen- Leiterin Astrid Budwach (40) eine positive Startbilanz: "Die Arbeit ist hervorragend angelaufen."

veröffentlicht am 08.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

In die erste Ausgabe eines elften IGS-Jahrgangs mit drei Klassen sind 62 Schüler gestartet. 35 davon sind angestammte Gesamtschüler, 15 wechselten von Real- sowie neun von Berufsschulen, dazu kommen drei Gymnasiasten. Die Jugendlichen reisen dem gesamten Landkreis an. Oberstufensprecherin und Ex-Realschülerin Nathalie Drygala (17, Obernkirchen) ist bewusst zur IGS-Oberstufe gegangen, "weil man am Gymnasium auf so viele feste Gruppen stößt und von außen schwerer reinkommt. Hier aber gibt es eine große Offenheit - die Schüler gehen einfach gut miteinander um". Für ihren Sprecherkollegen Michael Stühmann (17, Stadthagen) war klar: "Ich fühle mich seit der fünften Klasse an der IGS sehr wohl und habe mich deshalb - wie die 34 anderen IGS-Zehntklässler mit Abiturzugang - gefragt: Wieso solltest Du denn an eine andere Oberstufe gehen?" Nach den Worten von Budwach werden zentrale Aspekte der Gesamtschulpädagogik in der Oberstufe fortgeführt. Dazu zählen ganz ausgeprägt Methoden kooperativen Lernens - Gruppenarbeit, gegenseitiges Unterstützen, gemeinsame Projekte und Unternehmungen. Eine dreitägige Jahrgangsfahrt in die Uni-Stadt Göttingen Anfang November hat sowohl zum Kennenlernen als auchzum Schnuppern am Fernziel Studium viel beigetragen. Ein Kernelement des Konzepts sind die vier Wochenstunden "Eigenzeit". Dabei geht jeder Schüler - in Absprache mit Fachlehrern - seinen eigenen Schwerpunkten nach. Michael Stühmann: "Jeder sucht sich seine Arbeit." Das sei mit einem hohen Grad an Eigenverantwortlichkeit verbunden, ergänzt Pädagogin Budwach: "Aber es klappt, alle sind intensiv dabei." Überwiegend gehe es dabei um dasAufarbeiten von Defiziten, besonders bei Fremdsprachen, in Mathematik und Naturwissenschaften. Für manche Schüler werden individuelle Förderpläne entwickelt, viele bilden auch Lernteams. Auffallend leistungsstarke Schüler wiederum können sich an weiterführenden Sonder-Lernprojekten erproben."Die Betreuung durch die Lehrer dabei ist sehr eng", sind die Schülersprecher zufrieden. Dass die Oberstufe nicht in der IGS an der Schachtstraße, sondern im Gebäude der früheren Orientierungsstufe untergebracht ist, stellt für die Schüler kaum ein Problem dar. "Die Lage mitten in der Stadt ist doch nicht schlecht", sagt Nathalie Drygala. "Klar, manche vermissen den direkten Draht zu Freunden in den jetzigen neunten oder zehnten IGS-Klassen", ergänzt Michael Stühmann, "aber das ist nicht so schwer wiegend." Schwer wiegend war der erhebliche Wasserschaden durch Vandalismus im September. Die Reparaturarbeiten sollen laut IGS-Direktor Richard Wilmers bis Neujahr abgeschlossen sein. Dann kann endlich auch ein Computer-Raum eingerichtet werden, für den der Förderverein 5000 Euro bereit gestellt hat.




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