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Prädikat "Kurort": Bürgermeister Horst Rinne setzt große Hoffnung in das Anerkennungsverfahren

Eilsen baut die Infrastruktur des Badeortes aus

Bad Eilsen (thm). Mit dem Qualitäts-Prädikat "Kurort" möchte sich Bad Eilsen auch nach 2011 schmücken. Für Horst Rinne genießt das Vorantreiben des Anerkennungsverfahrens für 2007 "oberste Priorität". Außerdem hat Bad Eilsens Bürgermeister eine lange Liste an Punkten, die es abzuarbeiten gilt. Ein Schwerpunkt liegt in Investitionen in die Infrastruktur des Kurortes.

veröffentlicht am 14.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

"Die umfangreichen Unterlagen liegen inzwischen beim Landkreis, der Antrag ist gestellt", schildert Rinne den aktuellen Stand in Sachen Kurortanerkennung. Wegen der Erkrankung eines Sachbearbeiters könne an dem noch zu erstellenden Gutachten allerdings frühestens ab Mitte Februar weitergearbeitet werden. "Der kommt dann hier her, sieht sich alles in Ruhe an und wird anschließend seine Expertise abgeben", beschreibt Rinne den weiteren Gang der Dinge. Seit einem Jahr kümmert sich die Gemeinde um die Pflege des Kurparks. Hier soll weiter investiert werden. Im vorderen Teil des Parks werden die Wege erneuert, außerdem sollen die fehlenden Rosen ersetzt werden. Dazu war Rinne mit Mitarbeitern im Rosarium Bad Sangershausen und hat die zu pflanzenden Rosen ausgesucht. Ob 2007 im Kurpark auch die Papierkörbe durch neue ersetzt werden, hängt davon ab, ob sich der Bauausschuss der Gemeinde dafür entscheidet, oder ob das Gremium stattdessen lieber eine Investition im Kursaal bevorzugt. "Das Parkett muss dringend abgeschliffen und neu versiegelt werden", beschreibt der Bürgermeister die dort anstehende Maßnahme. Zu einem Politikum wird diese nicht nur, weil die Mittel nicht für das gleichzeitige Abarbeiten beider Maßnahmen reichen würde. Der Kursaal gehört der Deutschen Rentenversicherung - und er steht zum Verkauf. Das Problem ist also: "Wenn wir das Parkett in diesem Jahr erneuern, und dann wird der Kursaal ein halbes Jahr später verkauft, dann wäre das für uns ja rausgeschmissenes Geld." Andererseits: Noch mehrere Jahre warten könne man auch nicht, da müsse bald etwas passieren. Nachdem die Fassade des Kurtheaters im laufenden Jahr erneuert worden ist, wäre es auch wichtig, die alte Bestuhlung auszutauschen. "Wir sträuben uns ein wenig vor Entscheidungen in dieser Richtung", schildert Horst Rinne, eine solche Investition würde 10 000 bis 15 000 Euro kosten - wiederum vor dem Hintergrund, dass die Immobilie zum Verkauf stehe. Im Bergkurpark soll der Spielplatz ausgebaut und mit Spielgeräten ausgestattet werden. "Auf sämtlichen Spielplätzen werden in diesem Jahr die Spielgeräte überarbeitet", kündigt Rinne eine weitere im Abstand von einigen Jahren regelmäßig erforderliche Investition an. Die Boule-Begeisterung hat bekanntlich im Englischen Garten ihren Platz. Damit noch mehr Kugelfans zum Zuge kommen, soll die Anlage eine Flutlichtanlage erhalten; außerdem soll eine kleine Holzhütte den Boulern die Möglichkeit geben, ihre Spielutensilien wegzuschließen. Stichwort "Straßenbau": Die Straßenkreuzungen an der Wilhelmstraße sollen eine neue Asphaltdecke erhalten. Stichwort: "Hochwasserschutz": Im Kurpark wird eine Umflut für die Aue angelegt, welche den Auepegel bei Hochwasser um bis zu 18 Zentimeter absinken lässt. Stichwort "Edeka-Markt": Auf Basis des vorliegenden Schallschutz-Gutachtens sollen andere Fachleute Rat und Verwaltung beraten.




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