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Altbischof wird Ehrenbürger

„Ein Abt zum Anfassen“

Rehburg-Loccum (ade). Er ist Elektriker und Pastor, er ist Landesbischof im Ruhestand und Abt des Loccumer Kloster. Nun wird Horst Hirschler Ehrenbürger der Stadt Rehburg-Loccum.

veröffentlicht am 27.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:42 Uhr

Einen kleinen Festakt wird es am Donnerstag, 3. Februar, im Loccumer Kloster geben. Dann übergibt Rehburg-Loccums Bürgermeister Dieter Hüsemann die Urkunde an Horst Hirschler, die ihn als Ehrenbürger der Stadt ausweist. Eine alltägliche Ehre ist das nicht, zuvor wurde diese Auszeichnung erst einmal – im Jahr 1965 – an den Schriftsteller Ernst Jünger verliehen, der seine Jugendjahre in Rehburg-Loccum verbrachte.

In seiner Jugend hatte der gebürtige Stuttgarter Horst Hirschler mit dieser Stadt, deren Ehrenbürger er nun wird, noch nichts im Sinn. Das änderte sich jedoch spätestens, als er 1970 Konventual-Studiendirektor im Predigerseminar des Loccumer Klosters wurde und mit seiner Frau und den vier Söhnen eine Wohnung auf dem Klostergelände bezog. Sieben Jahre blieb die Familie dort, dann zog es sie zunächst nach Göttingen, wo Hirschler Landessuperintendent des Sprengels Göttingen wurde, bevor er ab 1988 die Geschicke der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers als Bischof leitete.

Welche Bedeutung Loccum nach wie vor für ihn hatte, lässt sich daran bemessen, dass er als Landesbischof im Ruhestand gerne Abt des Loccumer Klosters werden mochte. Das ist einer der Gründe, weshalb er nun Ehrenbürger wird.

Hirschler sei einer der wenigen Äbte des Loccumer Klosters, die sich bewusst dafür entschieden hätten, in Rehburg-Loccum zu wohnen, sagt der Bürgermeister. Die Verbindung zwischen dem Amt des Abtes und dem Kloster, die er damit zum Ausdruck gebracht habe, sei auch ein Ausdruck der Verbundenheit zu der Stadt. Darüber hinaus sei Hirschler maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Kloster neben seiner Kernaufgabe als geistliches Zentrum auch eine Öffnung in touristischer Hinsicht erfahren habe. Regelmäßige Führungen durch das Kloster, alljährliche Konzertreihen, der Pilgerweg Loccum-Volkenroda, mittelalterliche und andere Feste sind nur einige Stichpunkte.




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