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Neujahrskonzert des Kulturvereins mit packenden Tanzrhythmen und Wien-Flair

Ein akustischer Hochgenuss

BÜCKEBURG. Der Bückeburger Kulturverein und mit ihm mehr als 600 Zuhörer im komplett besetzten großen Saal des Rathauses hat das Jahr 2019 mit einem mitreißenden Konzert des Göttinger Symphonie Orchesters willkommen geheißen. Das unter das Motto „Von Budapest nach Wien“ gestellte Gastspiel präsentierte vor allem packende Tanzrhythmen und jede Menge Wienerisches Flair.

veröffentlicht am 13.01.2019 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 13.01.2019 um 19:00 Uhr

Das Göttinger Symphonie Orchester musiziert unter dem Motto „Von Budapest nach Wien“. Fotos: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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„Ein vorzügliches Programm, wunderbar ausgewählt, ein akustischer Hochgenuss“, meinte Bürgermeister Reiner Brombach, der zunächst an Generalmusikdirektor Christoph-Mathias Mueller erinnerte. Mueller hatte die Bückeburger Neujahrskonzerte seit 2005 musikalisch verantwortet und war im zurückliegenden Jahr von seinem Posten zurückgetreten.

Den aktuellen Auftritt leitete aber nicht dessen Nachfolger Nicholas Milton, sondern mit Tobias Wögerer ein Stabführer, der zu den vielversprechendsten österreichischen Nachwuchsdirigenten gezählt wird. „Dieses ewig junge Orchester wird heute durch einen noch jüngeren Dirigenten und eine noch jüngere Solistin begeistern, beide sind zusammen nicht so alt wie der neue Chefdirigent“, kündigte das Stadtoberhaupt an.

Und sowohl Wögerer als auch die Violinistin Anna Luisa Kramb wurden den Vorschusslorbeeren vollends gerecht. Der 1991 in Linz geborene und in der entsprechenden Mundart parlierende, feingliedrige junge Mann stellte sich als sympathisch-engagierter Könner vor, der dem Anspruch des Klangkörpers (die Göttinger sind Gewinner des „Echo“-Klassikmusikpreises) in nichts nachstand.

Kramb stellte bei Camille Saint-Saëns‘ „Introduktion und Rondo capriccioso op. 28“ und Pablo de Sarasates „Zigeunerweisen“ eindrucksvoll unter Beweis, dass sie völlig zu Recht Trägerin zahlreicher internationaler Auszeichnungen ist. Zudem verblüffte sie nicht nur durch eine überaus ausgefeilte Spieltechnik, sondern verhalf dem Konzert auch zu wundervoll-verspielten melancholischen Momenten und aufregenden virtuosen Verzierungen.

Das vom „Ungarischen Tanz Nr. 1“ (Johannes Brahms) eröffnete Programm berücksichtigte Kompositionen des jungen Johann Strauß. Zu Gehör gebracht wurden unter anderem die Ouvertüre aus der Operette „Der Zigeunerbaron“, der „Csárdás“ aus der Operette „Die Fledermaus“ und der Walzer „Frühlingsstimmen“. „Damit wollen wir Ihnen die Wartezeit auf die wärmere Jahreszeit ein bisschen verkürzen, genießen Sie den Spaziergang durch ein frühlingshaftes Wien, und falls Sie mögen, dürfen Sie auch ein wenig schunkeln“, animierte Wögerer.

Zum Schunkeln lud auch der im Zugabteil offerierte Walzer-Klassiker „An der schönen blauen Donau“ ein. Beim abschließenden „Radetzky-Marsch“ (Johann Strauß, Vater) war hingegen rhythmisches Mitklatschen gefragt. Und dass das Publikum die Musikanten schlussendlich mit stehenden Ovationen entließ, zauberte Johanna Harmening ein Lächeln ins Gesicht. Die Kulturvereinsgeschäftsführerin konnte die Paradeveranstaltung des Vereins einmal mehr ohne Wenn und Aber auf der Habenseite verbuchen.




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