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Neue Ausstellungsreihe im Dorf.

Ein Dorf wird zum Museum

WIEDENSAHL. Kunst im öffentlichen Raum: Eine neue Ausstellungsreihe mit dem Titel „Parcours“ startet in Wiedensahl. Den Beginn macht Alwin Lay ab 6. November 2018 mit sieben Werken, die im gesamten Dorf verteilt werden. .

veröffentlicht am 26.10.2018 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2018 um 11:10 Uhr

WIEDENSAHL. Mit der Ausstellungsreihe „Parcours“ wagt Museumsleiter Benjamin Tillig etwas Neues. Ausstellungsort ist diesmal nicht das Wilhelm-Busch-Geburtshaus, sondern das ganze Dorf. Premiere für das Kunstprojekt im öffentlichen Raum ist im November. Unter dem Titel „Knusprige Hähnchen“ installiert der zeitgenössische Künstler Alwin Lay sieben ganz unterschiedliche Werke, die auf den gesamten Ort verteilt werden. „Buchstäblich auf offener Straße trifft der Künstler Alwin Lay auf Wilhelm Busch“, kündigt Tillig an.

Lays Installationen sind vom 6. November bis zum 5. März zu sehen. Die Eröffnung des neuen Formats ist für Sonntag, 4. November, um 11 Uhr im Wilhelm-Busch-Geburtshaus, Hauptstraße 68, geplant. Nach einer Einführung von Tillig findet ein gemeinsamer Rundgang durch den Parcours statt, an dem auch der Künstler selbst teilnehmen wird.

„Für die Ausstellungsreihe Parcours begegnet zeitgenössische Kunst dem Dorf Wiedensahl, seinen Bewohnern und seinem berühmten Sohn“, schildert Tillig. Alwin Lay ist 1984 in Lugosch in Rumänien geboren. Er lebt und arbeitet heute in Köln. Mit Busch verbinde ihn ein sehr feiner humoristischer Sinn, der ebenso dem Witz und Streich den Weg ebnen könne wie der präzisen Analyse des Absurden. Der junge Künstler arbeite vor allem mit den Medien Video, Fotografie und Installation, bediene sich dabei aber immer wieder skulpturaler Ausgangspunkte. In seinen Werken initiiere er ein Spiel mit intuitiven Erwartungen in scheinbar beiläufigen Inszenierungen.

„Eine Wunderkerze, die unaufhörlich brennt, tritt in diesem Kosmos ebenso auf wie eine Kaffeemaschine, die sich in einer Ausstellungsvitrine selbst ertränkt, oder eine Klebebandrolle, die sich aus eigener Kraft im Handstand hält“, beschreibt der Museumsleiter. Lays Arbeiten seien getrieben von der Lust am Ironischen, der Freude an der Zuspitzung scheinbar alltäglicher Szenen und einer großen Liebe zum Detail. „Alwin Lay spielt mit ganz profanen Erfahrungen. Wir wissen, wie Wasser aus einem Wasserhahn läuft. Wir ahnen was passiert, wenn wir einen Luftballon über eine Kerze halten. In Lays Bildwelt aber scheinen die Dinge und Elemente zu spüren, was wir denken. Sie verhalten sich bewusst anders,“ so der Museumsleiter und der Künstler fügt hinzu: „Ich denke oft darüber nach, was mein Toaster macht, während ich verreise.“kil




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