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Spielwarenladen Holzwiese schließt / Internet und Großunternehmen übermächtig

Ein Kinderparadies am Ende

Rodenberg. Diese Nachricht wird viele Rodenberger traurig stimmen: Der Spielwarenladen Holzwiese schließt. Andrea und Werner Neumann haben den Kampf mit dem Internethandel und den Großunternehmen aufgegeben.

veröffentlicht am 19.02.2016 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:34 Uhr

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Äußerst schwer ist Inhaberin Andrea Neumann der Schritt zur Schließung gefallen, wie sie auf Anfrage dieser Zeitung betonte. Vor allem, weil in diesem Jahr das zehnjährige Bestehen des Rodenberger Spielwarenladens gefeiert worden wäre – hätte die Holzwiese noch bis zum Jahrestag des Eröffnungstermins bestanden. „Aber so lange hätten wir gar nicht mehr durchgehalten“, sagt Andrea Neumann.

Acht Jahre lang hatte es das Geschäft an der Langen Straße gegeben, dann folgte der Umzug an den Amtsplatz, wo sich die Inhaberin eigentlich mehr Laufkundschaft erhofft hatte. Doch dann schloss nebenan zuerst Aldi seine Pforten, und kurz darauf zog eine Drogerie-Filiale an der Stelle ein, die ein überraschend umfangreiches Spielzeug-Sortiment anbietet. „Das hat noch mal ganz schon reingehauen“, gibt Andrea Neumann zu.

Doch in erster Linie ist die Konkurrenz der Großen ausschlaggebend für die Geschäftsaufgabe. „Gegen das Internet können wir einfach nicht mehr standhalten“, resümiert Andrea Neumann. Aber das Kaufverhalten zahlreicher Kunden habe sich auch anderweitig verändert. Shopping-Touren in großen Städten seien bevorzugt – obwohl sich viele Menschen wiederum über die Leerstände auf dem Lande ärgerten. Dies werde zum Ende inhabergeführter Spielwarenläden führen. Dennoch hatte die Holzwiese viele treue Kunden, denen Andrea und Werner Neumann danken.

Für Andrea Neumann ist der Schritt endgültig. „Ich muss auch an mich denken, ich muss schließlich Geld verdienen“, sagt sie. Die Zeit der Selbstständigkeit sei für sie nun vorüber. Damit verliert Rodenberg einen Pluspunkt gegenüber den Nachbarorten. Weder in Bad Nenndorf noch in Lauenau gibt es einen Spielwarenladen.

Die Sonder-Aktionen wie Geburtstagskisten und Rabattkarten wurden frühzeitig eingestellt. Gutscheine können die Kunden auch weiterhin einlösen. Wann die Holzwiese genau schließt, ist derzeit offen. „Das kann zwei Monate, aber auch drei Monate dauern“, sagt Andrea Neumann. Sie will den Räumungsverkauf abwarten. Volle Rabattkarten, die bislang einen Preisnachlass von fünf Euro brachten, akzeptiert die Holzwiese jetzt aber nicht mehr, weil alle Waren reduziert seien. Und auf reduzierte Ware waren die Rabattkarten auch früher nicht anwendbar.

Den Namen Holzwiese haben Andrea und Werner Neumann übrigens von ihrer früheren Tätigkeit abgeleitet: Da stellten beide noch selbst Holzspielzeug her.




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