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Hofreitschule: Russische Weihnacht zwischen Romantik und Action

Ein Märchen aus Schnee und Eis

Bückeburg (mig). Ein Märchen aus Eis und Schnee, wilden Verfolgungsjagden und Kosakenkampf präsentierten die Akteure der Fürstlichen Hofreitschule am Sonntag zahlreichen Zuschauern. Rund 90 Minuten lang wurden die Besucher Zeuge eines Weihnachtstraums ganz in Weiß.

veröffentlicht am 13.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Es war schon ein wenig schizophren - während draußen der Park grün schimmerte, begann in der gut geheizten Reitschulen-Arena eine Schlittenfahrt ins tief verschneite Russland. In wechselnden Szenen wurde das Leben am Zarenhof heraufbeschworen, neben Kosaken und einfachen Leuten bevölkerten auch Märchengestalten die Winterlandschaft. Spätestens als Väterchen Frost mit dem Schlitten nahte, konnte man den Eindruck gewinnen, als würde ein kalter Nordwind durch die Halle pfeifen. Aber nicht nur der Großvater der Kälte verzauberte die Gäste - auch die Sänger von "Cantemus" und das preisgekrönte Ukrainer Ensemble "Rodoslav" trugen mit Melodien aus "Dr. Schwiago" und russischen Volksweisen zum Gelingen der Winter-Phantasie bei. Ein besonderer Höhepunkt war schließlich die Vorführung der "Jagd am Zarenhof." Nachdem alle irritierenden Spiegel verhängt waren, kreisten ein Gerfalke und Adlerdame "Katharina die Große" über den Köpfen der halb ängstlichen, halb entzückten Zuschauer. Hofreitmeister Wolfgang Krischke, der sich mit Pelzmütze und Kosaken-Outfit präsentierte, lockte die Greifvögel mit einem Peitschen-Köder auf seinen Arm. Krischke war es auch, der dann zusammen mit einem anderen "Kosaken" in die Arena stürmte, um mit ihm seine Kräfte zu messen. Mit einem Säbel hieben die beiden dicht vor den Zuschauern aufeinander ein - ein packender Showdown auf altrussisch. Eine weitere Vorstellung gibt es am 17. Dezember um 15.30 Uhr.




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