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Heizungsbauer und Lieferant helfen einer Familie in sehr schwieriger Situation

Ein neuer Kessel lindert große Not

Lauenau/Nienstedt (nah). Eine Mutter mit ihren fünf Kindern kann der Zukunft zumindest etwas beruhigter entgegen sehen. Im Keller ihres stark sanierungsbedürftigen Hauses steht ein neuer Gusskessel mit aktueller Brennertechnologie und witterungsgeführter Regelung. Allein hätte die 40-Jährige die Kosten nicht aufbringen können. Ein Zuschuss von der Diakonie-Stiftung „Familie in Not“ und die Kooperation zwischen der Lauenauer Firma Wehrhahn GmbH und dem Lieferanten Buderus ermöglichten die Anschaffung.

veröffentlicht am 29.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:41 Uhr

Alexandra Jilek und ihre Kinder im Alter von 16, 14, elf und zweimal zehn Jahren haben eine schlimme Zeit hinter sich. 2006 übernahm die Familie das renovierungsbedürftige Fertighaus am Rande des münder’schen Ortsteils Nienstedt. Doch die Restaurierung kam rasch ins Stocken: „Nichts brachte mein Mann zu Ende“, erinnert sich Jilek. Inzwischen steht sie allein mit ihren Kindern da. Nach schweren kriminellen Vorfällen in der Familie will sie nichts mehr von ihm wissen.

Aber auch die weitere Sanierung des Hauses blieb auf der Strecke. Das Geld reichte gerade für den Lebensunterhalt. Doch Alexandra Jilek versuchte, das ihr Mögliche, um Haus und Grundstück wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen.

Als jetzt aber die Heizung nicht mehr funktionierte, wusste sie sich keinen Rat mehr. Die Behörden lehnten die Kosten der Reparatur an der fast 50 Jahre alten Anlage ab. Die Diakonie-Stiftung wollte immerhin 2000 Euro bewilligen. „Weitere 500 Euro kann ich noch aus eigener Tasche aufbringen“, machte sich die Frau Mut. Doch das hätte bei Weitem nicht für eine neue Heizung gereicht, rechnete ihr Geschäftsführer Dirk Tetzlaff von der Lauenauer Sanitärfirma vor: Sie würde 6000 Euro kosten.

Tetzlaff ließ die Angelegenheit keine Ruhe. Er fragte beim Außendienstmitarbeiter seines Lieferanten Buderus nach, ob das Unternehmen helfen könne. Dort wurde „ein absoluter und einmaliger Sonderpreis“ eingeräumt; Tetzlaff sponserte den 16 Arbeitsstunden umfassenden Einbau. Und weil sich noch ein weiterer Spender fand, steht nun die neue Heizzentrale. Die Sozialbehörden stifteten zudem 500 Liter Heizöl.

Alexandra Jilek kann ihr Glück kaum fassen. Sie dankt allen Beteiligten. Dirk Tetzlaff gibt ein Stück Lob gleich an seine Mitarbeiter weiter. Als diese bei einer Frühstückspause zum ersten Mal von der Angelegenheit gehört hatten, boten sie sich spontan für einen kostenlosen Arbeitseinsatz am Wochenende an. „Aber das“, so Tetzlaff, „wollte ich dann doch nicht“.




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