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Awo-Landesverband nimmt Lebensmittelausgabe als Mitglied auf

Ein starker Partner für die „Bürgerhilfe“ in Lauenau

Samtgemeinde Rodenberg. Der Verein „Bürgerhilfe Samtgemeinde Rodenberg“ in Lauenau steht nicht mehr allein da. Der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat ihn als korporatives Mitglied aufgenommen. Die bisherige Selbstständigkeit ist davon nicht betroffen.

veröffentlicht am 22.07.2015 um 16:30 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:22 Uhr

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Gerade passend zum fünfjährigen Bestehen der Helfertruppe um die Vorsitzende Margit Mesenbrink überbrachte Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske das Zertifikat. „Wir sind uns sehr schnell einig geworden“, berichtete sie über die zurückliegenden Verhandlungen, bei denen auch Tätigkeitsberichte und Bilanzen vorgelegt werden mussten.

Das fiel der „Bürgerhilfe“ nicht schwer: Sie hatte sich damals nur gegründet, um Bedürftige mit Lebensmitteln zu versorgen, deren Haltbarkeit abzulaufen drohte und die aus Überproduktionen zur Verfügung standen. Ursprünglich hatten die Initiatoren sich den vom DRK-Kreisverband unterhaltenen „Tafeln“ angliedern wollen. Doch diese Verhandlungen scheiterten, sodass sich der Verein auf eigene rechtliche Füße stellte.

Seither ist wöchentlich ein eigenes Fahrzeug zu Discountern, Lebensmittelgeschäften und Bäckereien unterwegs, um Waren abzuholen. Die gut zwei Dutzend Mitglieder teilen sich den Fahrdienst, das Befüllen der Regale und die Warenausgabe. Anfangs befand sich der kleine Laden in der Rodenberger Straße; seit zwei Jahren bereits in einem ehemaligen Fabrikgebäude im Ahornweg.

Dass dort einige Flächen leer stehen, hat die gleichfalls anwesende neue Vorsitzende der Rodenberger Awo-Ortsgruppe, Martina Böhm, auf eine Idee gebracht. Böhm koordiniert die Hilfe für die gegenwärtig 38 Flüchtlinge im Samtgemeindegebiet. Sie könne sich schon gut vorstellen, in direkter Nachbarschaft zur Lebensmittelausgabe auch ein Depot für Möbel und Textilien vorzuhalten, sofern sich Flächen anmieten lassen und weitere ehrenamtliche Unterstützer finden. „Wir recherchieren jetzt die Möglichkeiten“, verriet sie unserer Zeitung und stieß dabei auf nachdrückliches Kopfnicken der Kreisgeschäftsführerin: Da die Awo hauptamtliche Flüchtlingshilfe stelle, könne sich dank des hiesigen ehrenamtlichen Engagements „ein gutes Netzwerk bilden“.

Überhaupt findet es Hanauske „klasse, wie sich die Schaumburger Bevölkerung in Sachen Flüchtlingshilfe engagiert“. Dies sei auch sehr gut in der Samtgemeinde Rodenberg auszumachen – im Neben- und Miteinander von „Bürgerhilfe“ und Awo-Ortsgruppe.

Für Bedürftige wird enger zusammengerückt (von links): Margit Mesenbrink, Heidemarie Hanauske und Martina Böhm. nah




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