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Vorschläge für die Kreiselgestaltung in der Kreuzbreite

Ein Torbogen aus Sandstein oder alte Signalanlagen?

Bückeburg (rc). Die Gestaltung des nächsten Kreisels steht an, diesmal ist es der im Gewerbegebiet in der Kreuzbreite. Er wurde im Sommer fertig und harrt nun seiner Vollendung.

veröffentlicht am 01.12.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 11:41 Uhr

Zwei Vorschläge wurden jüngst in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses präsentiert: zum einen einer der Anrainer, die sich vorstellen können, dass das Thema altes Eilser Minchen aufgegriffen wird, deren Trasse einst vom Ostbahnhof am Rande der Kreuzbreite entlang nach Bad Eilsen führte. Der andere stammt von dem Bückeburger Bildhauer Peter Spielmann, der in einem Torbogen aus Sandstein mit Glaseinsätzen die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft umsetzen will. Eine Entscheidung wurde im Ausschuss nicht getroffen, die Sympathien lagen aber bei dem Spielmann-Entwurf.

Zumal der Eisenbahn-Entwurf relativ unkonkret blieb und lediglich in Worten vorgestellt wurde, ohne eine Zeichnung. Danach können sich die Initiatoren vorstellen, auf dem Kreisel Signale, Gleise oder ähnliches Eisenbahnerisches zu platzieren. „Eine kostengünstige Lösung“, wie Baubereichsleiter Jörg Klostermann befand.

Der Torbogen dürfte dagegen teurer werden. Wie Spielmann sagte, wird er rund 7000 Euro kosten – ohne die notwendigen Fundamente. Allerdings sind schon einige Sponsoren gefunden, wie CDU-Ratsfrau Ulrike Eggers ergänzte. 5000 Euro sind bereits beisammen und von Geschäftsleuten auch der Kreuzbreite zugesagt worden. So wird zum Beispiel Simon Glas – am Weinberg neben Rocki und E-Center-Kreisel beheimatet – die Glaseinsätze in dem Bogen sponsern.

Der Bogen soll etwa 3,50 Meter hoch werden, die einzelnen Quader mit einer Edelstahlstange zusammengehalten werden. Die Sandsteinblöcke werden glatt auf Maß geschnitten und dann von Peter Spielmann mit einem Meißel strukturiert: „Damit es schön aussieht.“ Der Boden rund um den Sandsteinbogen soll mit gestoßenem Glas abgedeckt werden. „Da gibt es nichts mehr zu pflegen, wir sparen Kosten“, warb Ulrike Eggers.

Im Ausschuss flammte die Grundsatzdiskussion auf, ob Bückeburg auf jeden Kreisel ein Kunstwerk stellen müsse. Gerhard Schöttelndreier, Ratsherr der Unabhängigen Wählergemeinschaft befand: „Magerrasen reicht. Über die Säule auf dem Kreisel Georgstraße lache ich heute noch. Was soll so ein Kunstwerk in einem Industriegebiet?“ Gerd Heinrichsmeier, Müsinger Ortsvorsteher, sagte: „Uns Müsingern reicht eine Bepflanzung.“

Während der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD) schlussendlich kurz und knapp hinzufügte: „Ich finde den Vorschlag nicht übel.“




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