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Reiner Rinne als neuer Pastor in Bad Eilsen ins Amt eingeführt / "Auslandseinsätze" im Auftrag der EKD

Ein ungewöhnlicher Lebenslauf macht neugierig

Bad Eilsen (mig). "Ich bin in der Welt herumgedüst," fasst Pastor Reiner Rinne seinen Lebenslauf zusammen. Jetzt kommt der mobile Geistliche in Bad Eilsen zur Ruhe. Ab sofort übernimmt er die erste Pfarrstelle der dortigen evangelischen Kirchengemeinde.

veröffentlicht am 11.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:21 Uhr

Die kleine Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt: Viele Eilsener waren gekommen, um die Einführung des neuen Pastors persönlich zu erleben. Unter den Gästen sah man viele bekannte Gesichter. Kommunalpolitiker und Geistliche anderer Gemeinden wollten Rinne beim anschließenden Empfang begrüßen. Kennengelernt hatten die Gottesdienstbesucher ihren zukünftigen Pastor schon durch einen Artikel im letzten Gemeindebrief. Der ungewöhnliche Lebenslauf Rinnes, der nach einer Pfarrstelle in Sülbeck auch in verschiedenen mittel- und osteuropäischen Ländern gewesen war, machte viele neugierig. Seine "Auslandseinsätze" im Auftrag der EKD wurden auch von Superintendent Joachim Liebig angesprochen. In einer kurzen Rede führte er die verschiedenen Lebensabschnitte des gebürtigen Ahnseners metaphorisch zusammen: "Der Weg hat dich weit geführt, von Finnland bis hierhin nach Bad Eilsen, zurück zu den Wurzeln." Anschließend übergab er dem frisch bestallten Pastor der Kirchengemeinde die Ernennungs-Urkunde. Rinne selbst macht für seine Rückkehr in den Schoß der Schaumburger Kirche vor allem seine Freundschaft mit Kirchenrat in Ruhe Erich Hinz und dessen Sohn Pastor Werner Hinz verantwortlich. Erich Hinz hat die Gemeinde Bad Eilsen nach dem Krieg aufgebaut und bis 1994 geleitet. Die beiden Geistlichen waren deshalb auch beim feierlichsten Akt, dem Einführungsgebet dabei. Etliche Talarträger - die sogenannten Assistenten - bildeten einen Halbkreis um Rinne, segneten ihn und gaben ihm einen Bibelspruch mit auf den Weg. In seiner ersten Predigt ging es Rinne um Grundsätzliches. Er beschrieb die Architektur des irischen Klosters Old Melifant Abbey, das genauso angelegt ist wie das Loccumer Kloster. Der Grund: Beide Gebäude wurden von Zisterziensern erbaut. "Der Plan ist der gleiche, in Irland und in Loccum. Die Mönche haben schon damals in einem Europa gearbeitet, wie wir es heute auch tun." Entscheidend sei das geistige Fundament "über Zeiten und Grenzen hinweg," nicht die Werke der Menschen, machte der Pastor deutlich. Musikalisch wurde der Gottesdienst begleitet vom Posauenchor Rolfshagen-Eilsen, dem Kirchenchor Bad Eilsen und den Kindern des evangelischen Kindergartens, die ein Lied vorbereitet hatten. Die Gospelchöre Bad Eilsen und Sülbeck swingten mit Pastor Rinne in ihrer Mitte - er singt im Bass.




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