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Ein Viertel der Hamelner, die im Kernstadtbereich zu Hause sind, leben in der Nordstadt

Der Hamelner Norden ist groß. Rund acht Quadratkilometer beträgt die Gesamtfläche dieses Stadtteils. Knapp 10 000 Menschen leben in der Nordstadt entlang der Lähner Eisenbahnlinie, jenseits von Schillerstraße und Fahlte, am Schöt, am Rotenberg und am Wehl. Damit wohnt in Hamelns Norden rund ein Viertel aller Hamelner, die in den Kernstadtbezirken zu Hause sind. Statistisch betrachtet ist die Erfassung der gesamten Nordstadt gar nicht so einfach: Es gibt zwar die Unterscheidung in „Nord“ und „Wehl“ , gefühlt sind die Grenzen der gesamten Nordstadt, die „Nord“ und Wehl“ umfasst aber verschwommen. Und gefühlt gehört sogar ein Teil der statistischen Hamelner Mitte dazu. Der statistische Bezirk Nord beinhaltet 2846 Haushalte mit insgesamt 4977 Einwohnern. Wehl hingegen weist mit 3084 Haushalten und 3879 Einwohnern eine höhere Quote von alleinstehenden Einwohnern auf als sie in Nord zu finden sind. In „Nord“ leben statistisch gesehen 1,7 Einwohner in einem Haushalt, während „Wehl“ einen durchschnittlichen Wert von 1,3 Personen pro Haushalt aufweist. Der Ausländeranteil liegt knapp unter acht Prozent. Die Hälfte aller Gebäude im Statistik-Bezirk „Nord“ sind Ein- und Zwei-Familienhäuser, während am „Wehl“ überwiegend in Reihen- und Mehrfamilienhäusern gewohnt wird. Mit Anteilen von 29,1 und 25,7 Prozent bilden in „Nord“ und „Wehl“ die Über-65-Jährigen die größte Bevölkerungsgruppe. Junge Erwachsene unter 25 Jahren sind allerdings mit Werten von jeweils 21,2 Prozent ebenfalls stark vertreten. Gemessen am Alter ist die Nordstadt also bunt gemischt. Im Bereich „Wehl“ sind 40 Prozent aller Gebäude in den Nachkriegsjahren zwischen 1946 und 1960 entstanden, im Bezirk „Nord“ sind es sogar 51 Prozent. Das Heidelberger Milieu- und Trendforschungsinstitut SINUS Sociovision hat 2009 im Hinblick auf die soziale Orientierung für den Hamelner Norden ein gemischtes Milieu festgestellt. Und dennoch: Die größten Anteile nach SINUS-Kriterien haben die sogenannten „Traditionsverwurzelten“, die Bürgerliche Mitte sowie die Gruppe der „Postmateriellen“. Demnach sind viele Einwohner in der traditionellen Arbeiterkultur verwurzelt, stammen aus der Kriegsgeneration und streben nach gesicherten, harmonischen Verhältnissen. Die postmaterielle Nach-68er-Generation ist geprägt durch kulturelles und intellektuelles Interesse.

veröffentlicht am 13.07.2010 um 12:28 Uhr
aktualisiert am 22.09.2011 um 11:31 Uhr

Der Hamelner Norden ist groß. Rund acht Quadratkilometer beträgt die Gesamtfläche dieses Stadtteils. Knapp 10 000 Menschen leben in der Nordstadt entlang der Lähner Eisenbahnlinie, jenseits von Schillerstraße und Fahlte, am Schöt, am Rotenberg und am Wehl. Damit wohnt in Hamelns Norden rund ein Viertel aller Hamelner, die in den Kernstadtbezirken zu Hause sind. Statistisch betrachtet ist die Erfassung der gesamten Nordstadt gar nicht so einfach:

Es gibt zwar die Unterscheidung in „Nord“ und „Wehl“ , gefühlt sind die Grenzen der gesamten Nordstadt, die „Nord“ und Wehl“ umfasst aber verschwommen. Und gefühlt gehört sogar ein Teil der statistischen Hamelner Mitte dazu. Der statistische Bezirk Nord beinhaltet 2846 Haushalte mit insgesamt 4977 Einwohnern. Wehl hingegen weist mit 3084 Haushalten und 3879 Einwohnern eine höhere Quote von alleinstehenden Einwohnern auf als sie in Nord zu finden sind. In „Nord“ leben statistisch gesehen 1,7 Einwohner in einem Haushalt, während „Wehl“ einen durchschnittlichen Wert von 1,3 Personen pro Haushalt aufweist. Der Ausländeranteil liegt knapp unter acht Prozent. Die Hälfte aller Gebäude im Statistik-Bezirk „Nord“ sind Ein- und Zwei-Familienhäuser, während am „Wehl“ überwiegend in Reihen- und Mehrfamilienhäusern gewohnt wird. Mit Anteilen von 29,1 und 25,7 Prozent bilden in „Nord“ und „Wehl“ die Über-65-Jährigen die größte Bevölkerungsgruppe. Junge Erwachsene unter 25 Jahren sind allerdings mit Werten von jeweils 21,2 Prozent ebenfalls stark vertreten. Gemessen am Alter ist die Nordstadt also bunt gemischt. Im Bereich „Wehl“ sind 40 Prozent aller Gebäude in den Nachkriegsjahren zwischen 1946 und 1960 entstanden, im Bezirk „Nord“ sind es sogar 51 Prozent. Das Heidelberger Milieu- und Trendforschungsinstitut SINUS Sociovision hat 2009 im Hinblick auf die soziale Orientierung für den Hamelner Norden ein gemischtes Milieu festgestellt. Und dennoch: Die größten Anteile nach SINUS-Kriterien haben die sogenannten „Traditionsverwurzelten“, die Bürgerliche Mitte sowie die Gruppe der „Postmateriellen“. Demnach sind viele Einwohner in der traditionellen Arbeiterkultur verwurzelt, stammen aus der Kriegsgeneration und streben nach gesicherten, harmonischen Verhältnissen. Die postmaterielle Nach-68er-Generation ist geprägt durch kulturelles und intellektuelles Interesse.

 

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