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Bückeburger Augenoptiker plaudert bei Vortrag im Herminenhof aus dem Nähkästchen

Einblick in die Evolution des Nasenfahrrads

Bückeburg (mig). Früher haben sich Jugendliche für ihre Brille geschämt, heute kann sie manchen nicht groß genug sein. „Einige Sonnenbrillen verdecken fast schon das halbe Gesicht“, berichtet Augenoptikermeister Hans Mennike im Herminenhof von einem neuen Trend.

veröffentlicht am 18.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:41 Uhr

Mussten Brillen vor gar nicht langer Zeit möglichst klein und unauffällig sein, werden sie mehr und mehr zu einem Modeaccessoire, das der Träger gerne her zeigt.

Immer öfter etwas Buntes

„Junge Menschen wollen immer öfter etwas Buntes, Farbiges haben“, plaudert Hans Mennike anlässlich seines Vortrags im Herminenhof aus dem Nähkästchen. Der Einsatz neuer Kunststoffe hat – neben den unbegrenzten Möglichkeiten für die Gestaltung – noch einen weiteren Vorteil: „Im Vergleich zu früher ist die Brille leichter und trotzdem stabiler geworden“, so Mennike während der Veranstaltung im Rahmen der „Experten“-Reihe.

Auch die Konkurrenz durch den Internethandel bereitet dem Optiker keine Bauchschmerzen. Mennike, selbst Inhaber eines Geschäfts an der Langen Straße: „Für mich gesprochen kann ich sagen, das Geschäft zieht wieder an.“ Gründe sieht Mennike nicht nur in der guten Konjunktur, sondern vor allem in der Kundenbindung und dem Beratungsprozess. „Um eine Brille herzustellen, braucht man viel Fachwissen, es muss der Augenabstand gemessen werden, die Brille muss angepasst werden. Das kann nur der Optiker vor Ort.“

Mithilfe von Exponaten wie dem Monokel oder der Ohrenbrille (Kommentar aus dem Publikum: „Die kenne ich von meinen Eltern“) macht Mennike dann die Evolution des „Nasenfahrrads“ anschaulich.

„Meine Brille ist viel leichter“

„Bequem sind die aber nicht“, meint eine bebrillte Seniorin, als sie zwei Linsen-Steine sieht. Und zieht für sich ein eindeutiges Fazit: „Gottlob ist meine Brille viel leichter.“ Andere Zuhörer scheinen weniger Probleme mit der Brille, als vielmehr mit dem Hörgerät zu haben: „Hast du was verstanden?“ meint eine betagte Dame zu ihrer Sitznachbarin – da ist der höchst unterhaltsame Vortrag aber schon zu Ende.




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