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Einbürgerung: Edathy regt Kampagne an

Landkreis. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses und heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy (SPD) regt vor dem Hintergrund weiter sinkender Einbürgerungszahlen eine bundesweite "Einbürgerungs-Kampagne" an. Er verwies jetzt in einem ddp-Interview darauf, dass die Zahl der Einbürgerungen im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1998 gefallen ist.

veröffentlicht am 02.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Edathy kritisierte, von Unions-Politikern sei teilweise der Eindruck erweckt worden, dass es zu viel Einbürgerung in Deutschland gebe. Das Gegenteil sei aber der Fall. Deshalb sollte nun jenen ausländischen Mitbürgern, die die Voraussetzungen für eineEinbürgerung erfüllten, signalisiert werden, dass sie "als deutsche Staatsbürger herzlich willkommen sind". Der SPD-Politiker sagte: "Integration wird letztlich nur gelingen, wenn man sich auf einer gleichen Grundlage im Lande bewegt und gleiche Rechte und Pflichten hat." Deshalb stehe die Einbürgerung auch "weder am Anfang noch am Ende der Integration", sondern sei ein wichtiger Bestandteil in diesem Prozess. Das Statistische Bundesamt hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Zahl der Einbürgerungen weiter rückläufig ist. Im vergangenen Jahr wurden danach in Deutschland rund 117 240 Ausländer eingebürgert - 7,8 Prozent weniger als 2004.




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