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Gute Gründe für Offenlegung

Eine Posse?

Man könnte dies als Posse abtun, wenn Beckmanns Reaktion auf den Fall Prasuhn nicht seinerseits einige Fragen aufwerfen würde. Zweifelsfrei dürfte es für die Christdemokraten in der Samtgemeinde Eilsen bitter sein, dass ihr Parteikollege Prasuhn nach unserer Berichterstattung erklärt hat, alle politischen Ämter bis auf Weiteres ruhen zu lassen.

veröffentlicht am 25.11.2017 um 13:32 Uhr

Michael_Werk

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Aber die Zeitung dafür anzugreifen, dass diese über die Baumfällungen berichtet und den Auftraggeber beim Namen genannt hat, sowie der Zeitung eine parteiische Berichterstattung zu unterstellen, das wirft schon die Frage auf, welches Verständnis Beckmann eigentlich von der Aufgabe der Presse in diesem Lande hat. Die nämlich besteht unter anderem darin, die Öffentlichkeit über Ereignisse von besonderer Bedeutung zu informieren.

Überdies muss man sich fragen, ob Beckmann die Brisanz des Falles Prasuhn nicht erkennt. Zur Erinnerung: Es hat nicht irgendein Grundbesitzer ein kleines Bäumchen umgelegt, von dem dieser aufgrund unklarer Grundstücksgrenze glaubte, dass dieses Bäumchen noch auf dessen eigenem Grundstück steht. Sondern in dem konkreten Fall hat der 1. Vize-Bürgermeister der Gemeinde Bad Eilsen als Bauherr fünf in einem Landschaftsschutzgebiet, auf dem Grund und Boden der Gemeinde stehende, zudem durch eine örtliche Baumschutzsatzung geschützte, alte Laubbäume fällen lassen.


Dies rechtfertigt eine Berichterstattung – auch unter Nennung von Prasuhns Namen, da dieser verschiedene politische Ämter innerhalb der Gemeinde Bad Eilsen beziehungsweise der Samtgemeinde Eilsen bekleidet. Und das unterscheidet diesen eben von jenem fiktiven Grundbesitzer, dessen Namen unsere Zeitung nicht ohne Weiteres genannt hätte.




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