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Tische und Bänke gebaut, Bilder für den Schulflur gemalt, Band ins Leben gerufen

"Eine Schule zum Wohlfühlen" - BBS-Schüler arbeiten an 53 Projekten

Rinteln/Bückeburg (who). "Eine Schule zum Wohlfühlen" ist das Thema der Projektwoche der Berufsbildenden Schulen Rinteln direkt vor den Weihnachtsferien gewesen. Bei insgesamt 53 Teilprojekten haben 600 Schüler diesem Ziel intensiv entgegengearbeitet.

veröffentlicht am 28.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

"Eine Schule zum Wohlfühlen" lautet das Thema der Projektwoche -

"Die erste gemeinsame Projektwoche nach der Zusammenführung mit der ehemaligen Kreishandelslehranstalt soll auch dem Zusammenwachsen der Standorte Burgfeldsweide und Dauestraße dienen", erklärt Dr. Dagmar Stoevesandt. Die Lehrerin von der Burgfeldsweide ist die Initiatorin der Aktion gewesen, die in Folge einer Schülerbefragung zum Rauch-erlass an Niedersachsens Schulen im vergangenen Jahr entstanden ist. Die Befragung hatte eine Fülle von Anregungen der Schüler als positive Alternativen zum Rauchen ergeben. Vom Wunsch zur sportlichen Betätigung wie Basketball bis hin zur individuellen Gestaltung der einzelnen Klassenräumen reicht die Liste. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des 116-köpfigen Lehrerkollegiums und Schülervertretern hatte daraus in gut einjähriger Vorarbeit die Vorgaben für die Teilprojekte entwickelt. Weil allein schon die gemeinsame Arbeit verbindet, ist viel Praktisches in die Projekte eingeflossen - und das hat sichtbare Veränderungen im räumlichen Umfeld erbracht. Im Bereich Hauswirtschaft, Sozial- und Altenpflege an der Burgfeldsweide hat eine Arbeitsgruppe Bilder und Stoffbespannungen für die Flure erstellt. Dass damit auch Geld für andere Anschaffungen reingeholt werden kann, haben die Schülerinnen und Schüler in ihrem Projekt gleich mit erfahren: Aus dem Erlös für ein großes Gemälde sollen weitere Anschaffungen finanziert werden. Auch die Projektgruppe um Werkstattleiter Michael Hinz von der Holzabteilung konnte schon bei der zentralen Vorstellung der Projekte Einnahmen für weitere Wohlfühl-Anschaffungen beisteuern. Junge Holzwerker hatten dafür stabile Spielzeug-Lkw im XXL-Format verkauft, die im Berufsvorbereitungsjahr entstanden waren. Darüber hinaus hat eine Projektgruppe zwei Sitzbänke sowie Cafeteria-Tische angefertigt. Andere Gruppen hatten sich gezielt mit dem persönlichen Wohlbefinden beschäftigt und gezeigt, das "snoezelen" keine Erfindung allein für Kindergärten ist. Ein gemütlich ausgestalteter Klassenraum hat zur Entspannung und Anregung der Sinne der jungen erwachsenen Schüler gedient. Schnuppertraining im Fitness-Studio, Koch- und Wellnessprojekte haben das körperliche Wohlbefinden angesprochen. Die größte Aufgabe beim Vorstellungstag war es, das ganze Angebot an Projekten zu sehen. Ausgerüstet mit einer Stempelkarte als Unterrichtsnachweis machten sich die Schüler auf den Weg von Station zu Station. Nicht zuletzt mit dem Ziel des gegenseitigen Kennenlernens. Das gelte auch für die Lehrer, meinte der stellvertretende Schulleiter Thomas Fiedler: In seinem Projekt waren Porträtfotos von sämtlichen Kollegen gemacht worden. "So was sollte man wirklichöfter machen", blickt Manuela Wolf auf die Projektwoche zurück. Ihre 21-köpfige Gruppe um Dr. Uwe Förster hatte sich die Begegnung von Behinderten und Nichtbehinderten als Aufgabe vorgenommen. "Daraus ist wirklich eine homogene Gruppe geworden, die sich während der Woche ausführlich kennen gelernt hat", bestätigt Förster. Und dass man aus dem Kurs mit klassischen Tänzen etwas fürs Leben mitnehmen kann, bestätigt ein anderer Schüler, während sich in der Aula die neue Schulband vorstellt, die wie die Gruppen für Theater oder textiles Gestalten zur Dauereinrichtung werden soll. "Walzer kann ich gut beim Abi-Ball im nächsten Jahr gebrauchen", meint der angehende Abiturient. Da macht es auch nichts, dass die Lehrer den Klassik-Tanzwettbewerb gewonnen haben. Dafür haben die Schüler mit Hip-Hop-Einlagen gezeigt, wer beweglicher ist...

Gestaltung fantasievoller Frisuren: Die Lehrerinnen Melanie Holt
  • Gestaltung fantasievoller Frisuren: Die Lehrerinnen Melanie Holtmann (l.) und Yvonne Selzener zeigen die Ergebnisse ihres Projekts.



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