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Abwasserbetrieb überprüft Angaben zur Flächenversiegelung

Einige Tausend Quadratmeter bereits gefunden

BÜCKEBURG. 1997, als die Einführung von Gebühren für die Oberflächenentwässerung in Vorbereitung war, hat der Abwasserbetrieb bei jedem Bückeburger Grundstückbesitzer erhoben, wie groß die auf dem jeweiligen Grundstück überbaute und befestigte Fläche ist. Im Zeitalter von Satelliten und Google Earth überprüft der Abwasserbetrieb, wer damals oder in der Zwischenzeit geschummelt hat. Einige Tausend Quadratmeter sind bereits aufgespürt worden.

veröffentlicht am 05.07.2018 um 13:26 Uhr
aktualisiert am 05.07.2018 um 17:10 Uhr

Der Abwasserbetrieb prüft, wer bei der Angabe der versiegelten Flächen auf seinem Grundstück nicht so genau gemessen hat. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. 1997 als die Einführung von Gebühren für die Oberflächenentwässerung in Vorbereitung war, hat der Abwasserbetrieb bei jedem Bückeburger Grundstückbesitzer erhoben, wie groß die auf dem jeweiligen Grundstück überbaute und befestigte Fläche ist.

Knapp zwei Millionen Quadratmeter – exakt 1,919355 Quadratmeter – kamen dabei im Laufe der Jahre zusammen, eingerechnet auch Straßen, Wege und sonstige öffentlichen Flächen der Stadt. Eine Quadratmeterzahl, die dem Abwasserbetrieb derzeit jährlich Gebühreneinnahmen von rund 595 000 Euro bringt – inklusive des Anteils der Stadt, der sich auf 158 000 Euro beläuft.

Im Zeitalter von hochauflösenden Satellitenaufnahmen, Google Earth und GIS-Informationssystemen der Verwaltungen hat sich der Abwasserbetrieb seit dem Jahr 2014 daran gesetzt, die damals – und auch zwischendurch – gemachten Angaben zu den überbauten und versiegelten Flächen nach und nach zu überprüfen.

Die Ortsteile sind bis auf Meinsen-Warber „bereits durch“, wie Rainer Klenke, der Leiter des Abwasserbetriebs der Stadt Bückeburg, auf der jüngsten Sitzung des zuständigen Betriebsausschusses des Abwasserbetriebs informierte. In der Kernstadt werde die Überprüfung in Kürze beginnen. Klenke reagierte mit seinen Aussagen und Erläuterungen auf eine Nachfrage des Ratsherrn Michael Pohl (CDU), der entsprechende Nachfragen von offensichtlich betroffenen Bürgern aus Meinsen-Warber bekommen hat.

Wie Klenke sagte, werden bei dem Abgleich „nur offensichtliche Diskrepanzen“ überprüft, etwa, wenn lediglich 120 Quadratmeter versiegelte Flächen angegeben worden sind, aber allein das Haus eine Grundfläche von 200 Quadratmetern hat. Bei der Überprüfung sind bisher „einige Tausende Quadratmeter“ gefunden worden, die bisher nicht angegeben worden waren. Die betreffenden Eigentümer seien angeschrieben worden, die Gebühren neu festgesetzt und erhoben und auch Rückforderungen gestellt worden. In den „allermeisten Fällen“ hätten sich die betroffenen Grundstückseigentümer einsichtig verhalten, auch wenn mit einigen längere Diskussionen hätten geführt werden müssen. Zur Verhängung eines Ordnungsgeldes sei es bis heute nicht gekommen, sagte Klenke.

Wie der Chef des Abwasserbetriebs betonte, diene die Nachprüfung der Gebührengerechtigkeit. Es könne nicht sein, dass einige Grundeigentümer auf Kosten aller ihre Gebühren gering halten. Derzeit erhebt der Abwasserbetrieb 31 Cent pro Quadratmeter überbauter und befestigter Fläche.




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