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Schwester Mary Nagy: Amerikanische Krankenhäuser sind technisierter

Einkauf für Patienten: Deutsche Schokolade schmeckt besser

Rinteln (la). Krankenschwester Mary Nagy aus den Vereinigten Staaten, Schaumburg Illinois, istüber eine Woche lang zu Besuch in Rinteln gewesen. Mary Nagy ist 65 Jahre alt und arbeitet in einem Altenheim. In Rinteln informierte sie sich über das Gesundheitssystem in Deutschland im allgemeinen und im besonderen über das Rintelner Krankenhaus, wo sie von Astrid Teigeler-Tegtmeier empfangenworden war.

veröffentlicht am 15.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Im Rintelner Krankenhaus arbeitet auch ihre Gastgeberin Marion Heydenreich-De Navarette, die selbst schon im Austausch in den USA war und sich dort die Krankenhäuser angeschaut hat. Schwester Mary stellte in einem Gespräch einen Vergleich an: Amerikanische Krankenhäuser seien deutlich größer und viel umfangreicher technisiert. Dafür sei die persönliche Betreuung der Patienten in Rinteln besser. Auffallend sei auch, dass in den USA die Krankenhäuser deutlich "offensiver" auf die Patienten einwirken würden und neben ambulanten Behandlungen auch Schulungen anböten. Durch die nahezu identische Fallgruppenabrechnung plage amerikanische Hospitäler das gleiche Problem wie die deutschen; es müsse wirtschaftlich kalkuliert werden. Und so strebten die Krankenhäuser in den USA an, was auch in Deutschland als Rezept gegen steigende Kosten gilt: So viel ambulante Behandlungen wie möglich durchzuführen und die Zahl der stationären Tage zu senken. Besonders interessiert zeigte sich die Schwester an der zentralen Aufnahme im Krankenhaus und am Emma-Zentrum, die neue Einrichtung für Schwangere, Mütter und Väter im Rintelner Kreiskrankenhaus. "Hier werden Babys und ihre Eltern für eine sehr lange und sehr wichtige Zeit betreut. Das macht dieses Krankenhaus zu etwas besonderem", stellte Mary Nagy erfreut fest. Doch nicht nur das Krankenhaus besuchte die Krankenschwester, auch das Rahmenprogramm war ihr wichtig. "Ich war ja schon einige Male in Deutschland und jedes Mal muss ich die Porzellanmanufaktur Fürstenberg besichtigen, weil ich davon so begeistert bin", verriet Mary Nagy. Außerdem kaufte sie für ihre Altenheimbewohner ein: "Deutsche Schokolade schmeckt einfach besser und die Gummibärchen auch. Die bringe ich meinen Patienten mit".




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