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Straßen NRW lehnt Anträge der Stadt zur Ortsumgehung Nammen ab

Einwohner leiden weiter unter Schwerlastverkehr

PORTA WESTFALICA/NAMMEN.Die Bergdörfer Kleinenbremen und Nammen leiden unter dem sich durch die Ortskerne quälenden Schwerlastverkehr – trotz Umgehungen. Die vor Jahren ausgebaute Straße Im Gallen/Hasengarten zwischen Wülpke und Bückeburg wird als Verbindung zur B 83/A 2 von vielen Brummi-Fahrern einfach ignoriert.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 15:29 Uhr
aktualisiert am 11.01.2018 um 17:30 Uhr

Einer muss warten: Schon bei den kleineren Lkw ist ein normaler Begegnungsverkehr in den engen Kurven im Nammer Ortskern nicht möglich. Für die offizielle Verkehrsumleitung über die fertige Ortsumgehung fehlt eine Beschilderung, weil Straßen NRW nich

Autor:

Kurt Römming
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PORTA WESTFALICA/NAMMEN. Neues Jahr, altes Problem: Die Bergdörfer Kleinenbremen und Nammen leiden gleichermaßen unter dem sich durch die Ortskerne quälenden Schwerlastverkehr – trotz vorhandener Ortsumgehungen. Die vor Jahren ausgebaute Straße Im Gallen/Hasengarten zwischen Wülpke und Bückeburg wird als Verbindung zur B 83/A 2 von vielen Brummi-Fahrern einfach ignoriert. An Gerds Diek in Nammen fehlt immer noch eine entsprechende Beschilderung.

Gerds Diek als Ortsumgehung ist am 20. Juli des vergangenen Jahres für den Verkehr freigegeben worden. In der Dorfgemeinschaft rumort es, weil sich die 40-Tonner ein halbes Jahr später immer noch durch den Ortskern und die engen Kurven an der St.-Laurentius-Kapelle drängen. Die von der Dorfgemeinschaft damals aufgestellten inoffiziellen Hinweistafeln finden bei den Lkw-Fahrern kaum Beachtung. Kritik kommt jetzt vor allem und wiederholt aus den Reihen des Heimatvereins.

Bürgermeister Bernd Hedtmann hat auf Nachfrage zum aktuellen Sachstand Stellung bezogen und verweist auf die aktuellen Bemühungen der Stadt, mit dem Landesbetrieb Straßen Nordrhein-Westfalen (Straßen NRW) zu einer einvernehmlichen Problemlösung zu kommen. Straßenbaulastträger für die Ortsdurchfahrt (L 764) ist der Landesbetrieb, für Gerds Diek die Stadt Porta Westfalica.

Der Antrag der Stadt an den Landesbetrieb, den Schwerlastverkehr nachts (von 22 bis 6 Uhr) über Gerds Diek und die Rintelner Straße (L 534) umzuleiten und so die Ortsdurchfahrt Nammen in der Nacht generell vom Lkw-Verkehr zu entlasten und außerdem hilfsweise Hinweisschilder mit Richtungspfeilen für Lkw anzubringen, ist leider erfolglos geblieben. „Der Landesbetrieb Straßen NRW hat beiden Anträgen nicht zugestimmt“, erklärt Bernd Hedtmann.

Weiter führt der Bürgermeister aus, dass die Stadt vor einem Monat um ein gemeinsames Gespräch mit dem Leiter des Landesbetriebes gebeten habe und derzeit ein Gesprächstermin koordiniert werde. Ziel der Stadt sei es, die Landesbehörde in einem persönlichen Gespräch von der dringenden Notwendigkeit der beantragten Maßnahmen zu überzeugen beziehungsweise einen gemeinsamen Ortstermin durchzuführen. Bei dem Treffen gelte es, die Nachteile der L 764 innerhalb der Ortsdurchfahrt mit mehreren scharfen Kurven, die einen Begegnungsverkehr nicht zulassen, gegen die Bedenken des Landesbetriebes für die Wegweisung über Gerds Diek gegeneinander abzuwägen.

Von einer generellen Lösung des Problems, so wie sie sich die Nammer wünschen, wäre man aber auch bei einer Einigung auf diesen ersten Schritt weit entfernt. Die Dorfgemeinschaft sähe sich dann am Ziel, wenn die beiden Straßenbaulastträger sich darauf verständigen könnten, die Zuständigkeiten zu tauschen: Straßen NRW übernähme Gerds Diek und im Gegenzug fiele der Teil der Ortsdurchfahrt zwischen der Einmündung in Gerds Diek beziehungsweise der Einmündung Tannenkamp/Rintelner Straße in die Obhut der Stadt.

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