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Post für die AWS: Altenhäger Bürger sammeln Unterschriften und fordern Erhalt der angestammten Sammelstelle

Einwohner wollen partout ihren Glascontainer zurück

Altenhagen II (nah). Die Einwohner des Ortsteils Altenhagen II in der Gemeinde Messenkamp lassen der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) keine Ruhe. Sie wollen den vor Monaten abgezogenen Altglas-Container wiederhaben. Jetzt wurden dem Unternehmen lange Unterschriftenlisten übersandt: 123 Bewohner aus 98 Häusern haben sich für die Rückkehr der weißen Box ausgesprochen. Altenhagen zählt 118 bebaute und bewohnte Grundstücke.

veröffentlicht am 19.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:41 Uhr

Wie bereits gemeldet, hatte Einwohnerin Barbara Poll beim Neujahrstreffen der örtlichen Vereine ihre ganz persönliche Initiative vorgestellt. Zwar würden mehrere Einwohner bereits telefonisch ihren Unmut direkt bei der AWS formulieren; doch mit einer schriftlichen Eingabe könne der Forderung besser Nachdruck verliehen werden, glaubt sie. Mit ihr machten sich drei weitere Einwohner auf den Weg und sammelten Unterschriften. Von den angetroffenen Personen lehnte dies niemand ab.

Poll hofft, die AWS mit deren eigenen Argumenten überzeugen zu können: „Entsorgung leicht gemacht“, laute der Titel des neuen Abfallwegweisers, in dem in einem Grußwort der Geschäftsleitung zudem behauptet werde, dass dies „keine leere Worthülse“ sei. Die Initiatorin lässt in diesem Zusammenhang auch nicht das AWS-Argument gelten, Altenhäger Einwohner würden auf ihrem Weg zum Einkauf ohnehin am Messenkämper Container vorbeifahren. Einerseits gebe es viele, die aus ökologischen Gründen zu Fuß ihr Altglas entsorgen wollen. Andererseits sei die Umgebung der Messenkämper Sammelstelle regelmäßig von Scherben übersät. Nach den heftigen Schneefällen der letzten Wochen war der Platz kaum zugänglich.

„In Altenhagen ist das anders“, lobt sie den bisherigen Zustand der Container-Station. Erst 2009 hatte die Gemeinde den Standort befestigt. Eine benachbarte Familie kümmerte sich bislang um einen ordnungsgemäßen Zustand und Sauberkeit. „Allein das wäre schon ein Grund, dem Ort den Container zu erhalten“, fordert die Einwohnerin. Anderswo seien Altglassammelplätze regelmäßig ein Schandfleck.

Barbara Poll hat sich in diesen Tagen mit Bürgermeister Frank Witte am ehemaligen Standort getroffen und ihm eine Kopie der Liste ausgehändigt. Witte teilt den Ärger vieler Bürger und will das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung setzen. Zwar habe die Gemeinde keinen direkten Einfluss auf das Handeln der AWS, aber die Kommunalpolitiker wollen deutlich machen, dass auch für kleine Ortschaften ein Gleichbehandlungsgrundsatz bestehen müsse. „Wir sehen nicht ein, warum gerade bei uns der Container abgezogen wird und sie in anderen Dörfern mit viel weniger Einwohnern bestehen bleiben“, betont Witte. Der Bürgermeister weiß, wie engagiert die Altenhäger Bevölkerung sein kann: Vor einem Jahr hatte sie mit Unterschriften bewirkt, dass die zunächst abgeschaltete nächtliche Straßenbeleuchtung wieder durchgängig brennt.:




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