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VHS Arbeitskreis Bergbau legt umfangreiche Dokumentation vor / Fortsetzung ist ungewiss

Elektronischer Schlussstrich?

Hagenburg. Das vorläufige Ende ihres Projektes haben die Mitglieder des Arbeitskreises Bergbau der Volkshochschule Schaumburg (VHS) nach 24 Jahren gezogen. Ob die Bergleute ihre zu Semesterende vorgelegte Dokumentation mit rund 30 Einzelheften weiter fortsetzen, steht noch nicht fest. „Wir treffen uns am 4. Dezember zur Barbara-Feier wieder“, sagte der Leiter des Kurses, Erich Hofmeister. „Dann werden wir in Ruhe darüber sprechen, ob es weitergeht.“

veröffentlicht am 20.07.2015 um 18:02 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:01 Uhr

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Anfang der neunziger Jahre hatten sich Mitglieder unterschiedlicher Bergmannsvereine in einem Arbeitskreis mit dem Titel „Schaumburger Bergbau und der Bergbau der Rehburger Berge“ zusammengefunden. Dessen Leitung übernahm Ulrich Drechsler, 1997 folgte Erich Hofmeister. Ziel war es, mit Berichten, Vorträgen und Exkursionen Wissen über den Schaumburger Bergbau zu dokumentieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der ursprüngliche Plan, eine umfangreiche Monografie zu erstellen, erwies sich als nicht machbar. Stattdessen gab der Arbeitskreis in loser Folge Hefte mit einzelnen Bergbauthemen heraus, die in Papierform auch im Staatsarchiv Bückeburg einsehbar sind. Beim Arbeitskreis sind sie auf CD gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro erhältlich. Demnächst stehen die Ausgaben auch zum Herunterladen auf der Internetseite der Gemeinde Hagenburg bereit.

Mit einer Abschrift der rund 80 Jahre alten Arbeit von Georg Heinrich Breyer und Carl Martin Schunke über den Schaumburger Bergbau führt die umfassende Reihe unter anderem vom Obernkirchener Sandstein, über Wealden-Steinkohlen und den Georgschacht bis hin zum Kokereiwesen und zum bergmännischen Geleucht. Ein weiteres Heft beschäftigt sich mit der Rolle des Bergmannes in der deutschen Geschichte.

Einbezogen sind auch Berichte über Exkursionen der Bergleute nach Ramsbeck, Merkers oder Gorleben. Mit dem Moor- und Findlingsgarten und einer Zusammenstellung über den Grafen Wilhelm finden sich auch einige Randthemen wieder.

Erich Hofmeister (von links) und seine Mitstreiter Ludwig Kraus, Georg Römhild und Werner Schöttelndreier übergeben ihre umfangreichen Arbeiten. jpw




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