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Fast täglich gehen Anfragen im Rathaus ein / Probleme vor neuem Kindergartenjahr, wenn Alternativen nicht zusagen

Eltern machen Druck, wenn es um Betreuungsplatz geht

Hessisch Oldendorf (pj). Es sind überwiegend die Familien in denen Väter und Mütter arbeiten gehen, oder Alleinerziehende, die sich um Plätze in Kindergärten und Krippen bemühen. „Die Zahl der Kinder, die betreut werden sollen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, sagt Amtsleiter Klaus-Dieter Leupold. Was die Mädchen und Jungen betrifft, die kurz vor dem Übergang zu den Grundschulen stehen, werden aus diesen Jahrgängen über 95 Prozent betreut. „Bereits bei den Kindern, die gerade drei Jahre geworden sind, liegen wir bei 65 Prozent“, erklärt Klaus-Dieter Leupold.

veröffentlicht am 24.08.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.08.2009 um 20:32 Uhr

Auf der Warteliste stehen eine große Zahl von Vätern und Müttern, die täglich zur Arbeit gehen müssen. Nicht selten mache sich, „kurzfristiger Druck bemerkbar“, führt Klaus-Dieter Leupold aus. „Wir bekommen fast täglich Anfragen nach Kindergarten- oder Krippenplätzen“, sagt der Amtsleiter. Viele Eltern wollten auch eine kurzfristige Antwort. Insgesamt: 591 Betreuungsplätze stehen im Stadtgebiet zur Verfügung. Die Plätze gliedern sich in Vormittags-, Nachmittags- und Ganztagsbetreuung sowie Integrationsplätze. Das sieht für die Entwicklungsräume wie folgt aus: Hessisch Oldendorf verfügt über 278 Plätze, Fischbeck mit dem katholischen Marienkindergarten über 186 und der Bereich südlich der Weser mit dem Kinderspielkreis in Lachem über 127 Plätze. Dies Angebot kann nach dem Umbau des Kindergartens in Rumbeck, wo jetzt zwei zusätzliche Räume genutzt werden können, um zehn Plätze aufgestockt werden. 34 Mädchen und Jungen können derzeit in den Krippen in Segelhorst, Fischbeck und Rumbeck aufgenommen werden.

An der Zahl der Geburten lässt sich erkennen, wie hoch der Platzbedarf sein wird. Im Kindergartenjahr 2009/2010 müssen maximal 648 Mädchen und Jungen aus vier Geburtsjahrgängen untergebracht werden. Im nächsten Jahr, also 2010/2011 sind es 642 Kinder. Ohne das Geburtsjahr 2009 sind es für 2011/2012 bisher 480 Mädchen und Jungen.

Auf der Warteliste der Stadt, die sich nur auf die eigenen Einrichtungen bezieht, den Kindergarten in Lachem und den Fischbecker Marienkindergarten nicht berücksichtigt, stehen für die Aufnahme im Dezember 13 Kinder. Für 2010 sind es bisher 143 und für 2011 derzeit 93 Mädchen und Jungen. Krippenplätze werden noch in diesem Jahr für zwölf Kinder unter drei Jahren und im kommenden Jahr für 24 Kinder gesucht.

„Die Warteliste ist tendenziell unbedeutend, denn es gibt einen Rechtsanspruch auf Kindergartenplätze. Um feststellen zu können, ob die Zahl der vorhandenen und genehmigten Plätze ausreicht, orientieren wir uns nur an ihrem Verhältnis zur Zahl der Geburten“, erklärt Klaus-Dieter Leupold. Erfreut kann er feststellen: „Die Zahl unserer Kindergartenplätze reicht insgesamt aus.“ Tendenzielle Schwierigkeiten seien bislang nur vor einem neuen Kindergartenjahr zu verzeichnen, wenn die angebotenen Alternativplätze nicht den Vorstellungen der Erziehungsberechtigten entsprechen, sagt der Amtsleiter.

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