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Auf Großbaustelle Industriestraße entsteht völlig neue Trasse / Mitte Oktober soll alles fertig sein

Ende August wird der Verkehr umgepolt

Stadthagen (jl). Zwischen der Lauenhäger und der Nordsehler Straße gibt die Stadt Stadthagen zurzeit die größte Geldsumme für den Straßenbau aus. 2,5 Millionen werden es bis Mitte Oktober sein, denn dann soll die neue Industriestraße fertig sein. Zurzeit wird auf der Großbaustelle an einer völlig neuen Trasse gearbeitet. Sieersetzt die frühere enge Kurve zwischen Faurecia und dem ehemaligen Otis-Werk.

veröffentlicht am 15.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Die Kantsteine im Sand markieren einen Teil der neuen Kurve. Fot

Der strenge Winter und das kalte und dann verregnete Frühjahr hatten die im vergangenen Jahr begonnenen Arbeiten voll erwischt. Das bedeutete nach Angaben von Bauamtsleiter Manfred Fellmann zunächst zwei Monate Verzug im Zeitplan. Davon hat die Firma SchweerBau inzwischen zwei Wochen wieder aufgeholt. Fellmann betonte im Pressegespräch, dass die Firma unter den genannten Bedingungen optimal gearbeitet habe. Der Großteil der Probleme entlang der Baustelle sei von der Bauleitung "auf dem kurzen Dienstweg" mit den Anliegern geregelt worden. Von der Lauenhäger Straße bis zur Spedition Bruns ist die Straße einschließlich Seitenstreifen und Markierungen schon geraume Zeit fertig, und jetzt läuft der wohl komplizierteste Teil des Großvorhabens: der Bau der neuen Kurve. Dazu musste Faurecia zunächst einen neuen Mitarbeiter-Parkplatz anlegen. Im jetzigen Bauabschnitt wird von der Mitte der neuen Kurve bis zum ehemaligen Otis-Gelände gearbeitet, wo die Firma Nosta kürzlich ihren Logistik-Betrieb aufgenommen hat. Auf diesem Weg bekommen laut Fellmann sowohl Faurecia als auch Nosta neue Zufahrten. Wenn diese und der Straßenabschnitt fertig sind, soll der Verkehr Ende August umgepolt werden. Der Schilderwald soll dann so ausgerichtet werden, dass der überörtliche Verkehr die großen Firmen von der Lauenhäger Straße aus ansteuert. Anschließend wird die Trasse von der Kurvenmitte bis zum Gemeinschaftsbetrieb von Ruhe-Reisen und SVG gezogen - und damit wird die Industriestraße voraussichtlich Ende Oktober fertig sein. Fellmann ist sich sicher, dass der von der Stadt kalkulierte Kostenrahmen in Höhe von 2,5 Millionen "eingehalten wird". Die Industriestraße ist ein wichtiges Glied der Nordost-Tangente. Damit dieser Ring Stadthagens Innenstadt wirksam von Verkehr entlasten kann, muss noch die Lücke von der Lauenhäger bis zur Probsthäger Straße geschlossen werden. Daran wird laut Fellmann schon gearbeitet, indem die Stadt seit geraumer Zeit Landfür diese Trasse kauft. Der entsprechende Bebauungsplan ist beschlossen. Im kommenden Jahr will die Stadt die Detailplanungen und eine Kostenberechnung zum Antrag für Bundeszuschüsse einreichen. Bei den Planungen wird es nach dem jetzigem Stand bei einer Brücke für eine zweigleisige Bahntrasse bleiben. Laut Fellmann gibt es noch kein Anzeichen, dass Bund oder Bahn sich auf den Vorgriff auf die viergleisige Trasse einlassen, die frühestens im nächsten Jahrzehnt kommen könnte. Im Jahr 2008 soll dann praktisch mit dem Lückenschluss begonnen werden.




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