weather-image
29°
Beginn im Jahr 2018

Endlich schnelles Internet in Rinteln!

RINTELN. Lange hat Rinteln auf diesen Moment gewartet, im kommenden Jahr wird er für etliche Ortsteile, kleine Gewerbe sowie Gehöfte endlich wahr: Der Breitbandausbau kommt, also die breitflächige Versorgung mit einer schnelleren Internetverbindung.

veröffentlicht am 20.12.2017 um 16:30 Uhr

Breitband. Foto: dpa
ri-marie-1410

Autor

Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite

„Es waren langwierige Verhandlungen“, berichtete Bürgermeister Thomas Priemer auf der jüngsten Ratssitzung. Schon länger will der Landkreis Schaumburg jene Bereiche besser versorgen, die nur schlecht angebunden sind. In Rinteln sind das beispielsweise die Taubenberg-Dörfer.

Es ist ein riesiges Projekt, das dem Landkreis ins Haus steht, erläutert zusätzlich Kurt Brandt, Leiter des Hauptamtes des Landkreises, auf Nachfrage.

Die Arbeiten sollen im Januar beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Mehr als 100 Kilometer Glasfaserkabel werden voraussichtlich verlegt. Auf etwa 200 Kilometern werden bereits vorhandene Leitungen nachgerüstet. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, sollen alle Haushalte in Schaumburg mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ausgestattet sein. Bei rund 9000 Haushalten muss somit nachgerüstet werden.

„Viel Mühe und Arbeit stecken in diesem Projekt“, so Brandt. Nun freue man sich, dass es endlich soweit sei. Der Ausbau erfolgt durch die Telekom, die den Auftrag des Bundes bekommen hat. Für das 17 Millionen-Euro-Projekt erhält die Telekom rund 6 Millionen Euro an Subventionen.

Derzeit laufe die Trassensicherung, erläutert Brandt, also die Klärung der Frage, wo welche Kabel entlanggeführt werden müssen. Teilweise müssen nur die sogenannten Kabelverzweiger aufgerüstet werden, teilweise müssen aber komplett neue Trassen gebaut und Glasfaserkabel verlegt werden. Der Aufwand vor Ort variiert daher je nach vorhandener Infrastruktur.

Mit den Maßnahmen soll im Ortsnetz Bad Nenndorf in Soldorf sowie Groß und Klein Hegesdorf angefangen werden – dort, „wo der Notstand am größten ist“, so Brandt.

Ein weiterer Bauzeitplan für den restlichen Landkreis soll dann im Januar entwickelt werden. In Rinteln sollen die Baumaßnahmen „womöglich im Sommer“ beginnen, so Priemer.

Auf einen genauen Zeitplan wolle er sich aber nicht festlegen. Die Reihenfolge, in der Ortschaften oder einzelne Haushalte angeschlossen werden, stimmt der Landkreis dann zusammen mit der Telekom ab.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare