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Transall hob am 25. Februar 1963 zum Jungfernflug ab / Ausstellung in der Ju-Halle

„Engel der Lüfte“ wird 50

Wunstorf. 55 Minuten, so lange hat der Jungfernflug der Transall C 160 am 25. Februar 1963 in Frankreich gedauert. 55 Minuten, denen eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte der humanitären Versorgung aus der Luft durch die Bundeswehr folgen sollte. Am Montag genau vor 50 Jahren hob der „Engel der Lüfte“, wie das Transportflugzeug liebevoll genannt wird, zum ersten Mal ab.

veröffentlicht am 25.02.2013 um 19:33 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:42 Uhr

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Zum Transall-Jubiläum hatte die Traditionsgemeinschaft Lufttransport Wunstorf (TGLW) in die Ju 52-Halle am Fliegerhorst eingeladen. Dieser Einladung war auch Oberst Guido Henrich gefolgt, Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62 in Wunstorf. Für ihn war es nicht nur in Bezug auf die Transall ein besonderer Tag: Er feierte Montag genauso wie das Flugzeug 50. Geburtstag. Die Liebe zur Transall wurde dem Oberst quasi in die Wiege gelegt.

Eine Liebe, die auch Hauptmann Manfred Pickel teilt. Etwa 5500 Flugstunden hat der Bordtechniker und Ausbilder im Cockpit der Transall verbracht. Er war und ist heute noch fasziniert von der „Trall“. Auch in der Freizeit haben ihn das Transportflugzeug und dessen Geschichte nicht losgelassen. Er begann, alles zu sammeln, was mit der C 160 zu tun hat.

Pickels Privatsammlung ist seit Montag in der Ju 52-Halle am Fliegerhorst ausgestellt. Von ihrer Geburt auf dem Reißbrett bis heute können die Zuschauer eine Reise durch 50 Jahre Transall-Geschichte unternehmen. Zeichnungen, Fotos, Transall-Geschenkartikel, Original-Overalls aus Einsätzen und Transall-Comics sind in Vitrinen und an Stellwänden zu sehen.

Uve Nicklaus (links), Vorsitzender der Traditionsgemeinschaft Lufttransport Wunstorf, übergibt Oberst Guido Henrich den Transall-Sonderbriefumschlag.

„Die Transall ist ein gutmütiges und robustes Flugzeug“, beschreibt Hauptmann Pickel die Faszination. „In den 35 Jahren hat sie mich immer heile auf die Erde zurück gebracht.“ So erst vor einer Woche. Dann nämlich war der Hauptmann aus seinem fünfwöchigen Einsatz in Mazar-i Scharif in Afghanistan zurückgekehrt.

Neben Henrich und Pickel waren zahlreiche Besucher in die Ju 52-Halle gekommen, darunter einige aus dem LTG 62. Mit Abstand die längsten Erfahrungen mit der „Trall“ konnte Brigade-Offizier a.D. Helmut Schwarz vorweisen. Der 93-Jährige war extra mit seiner Ehefrau aus Mainz angereist. Er war 1967 Systembeauftragter der Transall. Gemeinsam mit Kollegen aus Frankreich übernahm er die Einführung der Besatzung. „Man kann sagen, dass mich das Transportflugzeug den Großteil meines Lebens begleitet hat“, sagte Schwarz und richtete seinen Blick wieder in eine der Ausstellungsvitrinen.

Die Transall-Ausstellung ist noch bis Donnerstag, 28. Februar, von 14 bis 18 Uhr kostenfrei zu sehen. Nach der Wiedereröffnung der Halle am 28. März sind die Exponate noch bis Ende April ausgestellt. Ein von der TGLW zum 50-jährigen Einsatz der Transall herausgebrachter Briefumschlag mit einer Sonderbriefmarke und einem Stempel wird in der Ju-Halle verkauft.

Bilder auf sn-online.de




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