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Finanzierung des neuen „Immanuel-Kindergartens“ nur dank Geldspenden möglich

Enormes privates Engagement

Bückeburg. Seiner Bestimmung übergeben worden ist der auf das Gelände der christlichen „Immanuel-Schule Schaumburg“ (Hermannstraße 7) umgezogene „Immanuel-Kindergarten“ zwar schon Anfang des Jahres, die offizielle Einweihungsfeier ist aber erst jetzt über die Bühne gegangen. In gewisser Weise passt diese zeitliche Verschiebung zur Vorgeschichte der Veranstaltung, denn auch im Verlauf des der Kindergarten-Eröffnung vorausgegangenen Bauprojektes gab es immer wieder Verzögerungen.

veröffentlicht am 07.04.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 20:41 Uhr

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Grund hierfür waren die Finanzen: Ursprünglich geplant gewesen sei, im Jahr 2011 eine Bankfinanzierung auf die Beine zu stellen und sowohl den Umbau der für die IGS der „Immanuel-Schule Schaumburg“ zusätzlich benötigten Klassenräume als auch den Umbau der für den Kindergarten vorgesehenen Räume in einem Rutsch vorzunehmen, berichtet Matthias Eckel, der Vorsitzende des Trägervereins „Elterninitiative Zukunft für Kinder“, bei der Feierstunde. Doch mitunter sei dies halt „nicht so einfach, wie man es gerne haben möchte“. Das Kreditinstitut habe damals nämlich moniert, dass die Sicherheiten des Vereins für die angefragte Darlehenssumme nicht ausreichend seien. Weshalb sich diese Bank nur bereiterklärt habe, einen Kredit in Höhe von maximal 250 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Zudem habe man zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine Privatschule wie die „Immanuel-Schule“ hinsichtlich ihres 2011 aufgenommenen IGS-Schulbetriebes erst dann Zuschüsse des Bundes in Anspruch nehmen könne, nachdem sie drei Jahre lang ohne staatliche Fördergelder ausgekommen ist. Ein Teil dieses Geldes in Höhe von 2500 Euro pro Schüler (aktuell rund 60, ab Sommer 2014 zirka 80 Schüler) hätte allerdings in die Finanzierung des insgesamt rund 600 000 Euro teuren Projektes fließen sollen.

Soweit, so schlecht. Als „erste Ermutigung“ erhielt der Trägerverein laut Eckel („Gott ist mit uns“) dann aber vor zweieinhalb Jahren eine 20 000 Euro-Spende. Nach und nach kamen – neben zahlreichen kleinen Geldspenden – mehrere große Zuwendungen hinzu: Ein Gemeindemitglied gewährte ein Darlehen über 50 000 Euro (Zinssatz ein Prozent pro Jahr, Laufzeit 30 Jahre), eine andere Person spendete zunächst 30 000 Euro und später zusätzlich 20 000 Euro. Ein Vater erklärte sich bereit, privat einen 50 000 Euro-Kredit zugunsten des Vereins aufzunehmen. Und ein weiterer Unterstützer bürgte mit dem eigenen Haus für ein ebensolches 50 000 Euro-Darlehen.

„Wir durften erleben, wie immer zur rechten Zeit benötigtes Geld nachkam“, resümiert Eckel, der sich sicher ist, dass all diese Menschen von Gott „bewegt“ worden sind. Im Ergebnis haben es diese Spenden jedenfalls ermöglicht, das Gesamtprojekt – wenn auch mit erheblicher zeitlicher Verzögerung – zum Abschluss zu bringen. Denn es wurde immer dann ein weiterer Bauabschnitt in Angriff genommen, wenn wieder ausreichend Geld eingegangen war.

Seitens der den Löwenanteil finanzierenden Bank ist der Trägerverein – so dessen Vorsitzender – übrigens noch in den Genuss eines zweiten Darlehens in Höhe von 140 000 Euro gekommen. Grund hierfür ist, dass die Umbauten zu einem um 90 000 Euro gestiegenen Grundstückswert geführt haben und somit mehr Sicherheiten vorhanden sind. Die gesamte Bausumme von rund 600 000 Euro teilt sich schließlich wie folgt auf: 370 000 Euro haben der Umbau und die Ausstattung der zusätzlichen IGS-Klassenräume gekostet. 230 000 Euro entfallen auf den 24 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren bietenden Kindergarten, zu dem die Stadt Bückeburg rund 18 000 Euro für einen großen Spielturm und andere Ausstattungsdetails beigesteuert hat.

Vor dem Umzug auf das Gelände der „Immanuel-Schule Schaumburg“ war der „Immanuel-Kindergarten“ 17 Jahre lang im Gemeindehaus der Evangelischen Freikirche Bückeburg (Scheier Straße 40) untergebracht. Der Bedarf für den Standortwechsel hat sich nach Auskunft von Helmut Hüring (seinerzeit Mitbegründer des Kindergartens) ergeben, weil die Räumlichkeiten für die Betreuung der Kinder nicht mehr ausgereicht haben. Außerdem benötige die Kirchengemeinde diese Räume nun selbst.

Bei derEinweihungsfeier nahmen die Besucher auch den Innenhof des Kindergartens in Beschlag.

Daniel Naumann, Leiter des Kindergartens (kleines Bild, r.) präsentiert mit dem Trägervereinsvorsitzenden Matthias Eckel den großen Gruppenraum. wk




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