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Am teuersten wird künftig die Nachtspeicherheizung / Billigeres Rohöl kommt auch den Kunden zugute

E.on reagiert: Strompreis steigt, Gaspreis sinkt

Paderborn/Landkreis (CK). Der Energieversorger E.on Westfalen Weser mit Sitz in Paderborn erhöht zum 1. Januar seine Strompreise um netto 0,92 Cent pro Kilowattstunde. Das entspricht einer Steigerung von 5,7 Prozent und bedeutet für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3500 Kilowattstunden eine monatliche Mehrbelastung von 3,20 Euro. Damit gehört der Konzern nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Henning Probst aber nach wie vor zu den günstigsten Energieversorgern in Deutschland.

veröffentlicht am 13.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

"Das schätzen auch unsere Kunden. Die Wechselrate ist nach wie vor äußerst gering", versicherte Probst. "Wir gewinnen mehr Kunden, als wir verlieren." Nach seinen Worten hat E.on allerdings den Strom in jüngster Vergangenheit unter Einkaufspreis weiterverkauft und so bei den Privatkunden ein negatives Ergebnis erzielt. "Das Gesamtgeschäft war bescheiden. Nur bei den Geschäftskunden haben wir gut verdient", sagte Probst. Der Konzern bemühe sich aber, auch bei seiner Stromsparte in die schwarzen Zahlen zu kommen. Beantragt hatte E.on eine Strompreisanpassung der allgemeinen Tarife zum 1. Januar auf 1,26 Cent pro Kilowattstunde. Das Wirtschafts- und Energie-Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hatte allerdings nur die jetzt bekannt gegebenen 0,92 Cent genehmigt. Mehr als eine halbe Million Privatkunden,überwiegend in Ostwestfalen-Lippe und dem Weserbergland, beziehen ihre elektrische Energie von E.on. Auch Besitzer von Nachtspeicherheizungen müssen ab kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen: Durch den Wegfall der Stromsteuervergünstigung für Speicherheizungen sowie die Erhöhung der Mehrwertsteuer verteuern sich die Strompreise für rund 65 000 Heizungskunden um 0,98 Cent pro Kilowattstunde, die Grund- und Verrechnungspreise bleiben unverändert. Für einen Durchschnittshaushalt im Mehrfamilienhaus mit Speicherheizung (Jahresverbrauch 10 000 Kilowattstunden) beträgt die monatliche Mehrbelastung 10,20 Euro oder 12,7 Prozent, zurückzuführen nach den Worten von Probst "allein durch höhere staatliche Abgaben". Weil man sich aber bewusst sei, dass die Kunden dadurch stark belastet würden, habe man sich entschlossen, die gestiegenen Beschaffungskosten erst nach dem Ende der Heizperiode zum 1. April 2007 weiterzugeben, sagte er. Gute Nachricht hingegen für die 65 000 privaten Gaskunden: Für sie wird der Energieversorger den Preis noch während der laufenden Heizperiode senken. "Wir geben damit die aktuelle Entwicklung der Rohölpreise auf den Weltmärkten zum frühestmöglichen Zeitpunkt an unsere Kunden weiter", versicherte Probst. Die exakte Höhe der Entlastung stehe allerdingsnoch nicht endgültig fest, angepeilter Zeitpunkt einer Senkung ist der 1. März kommenden Jahres.




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