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e.on-Anteile: Ausschüsse uneinig

Hohnhorst. Die Gemeinde Hohnhorst reiht sich möglicherweise nicht in die Phalanx jener Kommunen ein, die sich an dem neuen Energieversorger Westfalen Weser Energie beteiligen. Am Dienstagabend hat der Bauausschuss für den Kauf von e.on-Anteilen gestimmt, der Umweltausschuss war dagegen. Der Rat fällt am morgigen Donnerstag die Entscheidung.

veröffentlicht am 28.05.2013 um 20:21 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:42 Uhr

0,09 Prozent am neuen Stromanbieter Westfalen Weser Energie GmbH soll die Gemeinde übernehmen. Dieses Päckchen hat einen Wert von 600 000 Euro. Zehn Prozent davon muss die Gemeinde als Bareinlage einzahlen. 90 Prozent werden in Form einer Bürgschaft übernommen: Hohnhorst zahlt einen Kredit über die entsprechende Summe ab, dieser Kredit wird über die neue Gesellschaft abgewickelt und betrifft damit nicht den Etat der Gemeinde.

Bürgermeister Wolfgang Lehrke (SPD) sagte, Hohnhorst würde einen Fehler machen, beteiligte es sich nicht an dem neuen Stromversorger. Zwei Gutachten hätten ergeben, dass sich die Beteiligung für die Kommunen auszahlt, diese Expertisen seien nicht ernsthaft anzuzweifeln. Lehrke betonte, dass auch während der 25-jährigen Phase der Kredit-Rückzahlung bereits ein Gewinn aus der Beteiligung in den Gemeinde-Säckel fließt. Dieser wächst auf acht Prozent an, sobald das Darlehen getilgt ist.

Umweltausschuss-Vorsitzender Werner Bövers (CDU) räumte ein, dass die Argumente für die Beteiligung nachvollziehbar sind. Er zweifelte jedoch die Gewinngarantie an. Kämen unvorhergesehene Netz-Reparaturen auf die neuen Gesellschafter zu, müssten diese in die eigenen Taschen greifen. Zudem stelle sich die Frage, ob die auf zehn Jahre festgesetzten 2,8 Prozent Zinsen für den Kredit auch für die restlichen 15 Jahre der Tilgungsphase gelten. Lehrke entgegnete, dass Geld für Netz-Sanierungsarbeiten im Gesellschaftskapital berücksichtigt wird.

Bövers wies ferner darauf hin, dass nicht nur die Gemeinde Hohnhorst kein Mitbestimmungsrecht am neuen Versorger haben wird, selbst alle Schaumburger Kommunen zusammen dürften kaum Einfluss auf die Entscheidungen der Gesellschaft nehmen können. gus




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