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2500 Quadratmeter Ackerland: Potenzielle Fläche für BMX-Bahn in Haste gefunden

Erdhügel statt Getreidefeld

Haste. Ein potenzieller Standort für eine BMX-Bahn in Haste ist gefunden. Bei einer Sitzung des Jugendausschusses der Gemeinde, zu der Bürgermeister Sigmar Sandmann extra alle Jugendlichen eingeladen hatte, stellte er den aktuellen Stand der Dinge vor. Darüber hinaus sollten sich die Jugendlichen, von denen nicht wenige der Einladung gefolgt waren, auch zu anderen Themen äußern, die ihnen auf dem Herzen lagen.

veröffentlicht am 28.07.2015 um 14:18 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:42 Uhr

Das Thema BMX-Bahn schwelt nun schon seit eineinhalb Jahren. Im Januar 2014 hatte eine Gruppe Jugendlicher ihren Wunsch im Jugendausschuss vorgetragen, eine Hügel-Strecke für sportliches Radfahren anzulegen. Das Projekt musste jedoch wegen Fehlens eines passenden Standorts zunächst auf Eis gelegt werden. Zumindest die gewünschte Waldlichtung nahe dem Bahnhof kam aus Sicht der Niedersächsischen Landesforsten nicht infrage.

Die Suche nach einer geeigneten Fläche ging also weiter – lange Zeit vergeblich. „Man erhält manchmal den Eindruck: Alle sind kinderlieb – aber nur aus der Ferne“, beklagte der Ausschussvorsitzende Klaus Gresel (SPD). Überall, wo Kinder spielen wollen, gebe es Leute, „die Angst haben, dass es laut wird“. Nun sei die Gemeinde aber fündig geworden, berichtete Sandmann. Ein Landbesitzer habe sich bereit erklärt, das Teilstück eines Ackers an die Gemeinde verpachten zu wollen.

Die betreffende Fläche ist etwa 2500 Quadratmeter groß, befindet sich im Osten Hastes und ist über den Fußweg als Verlängerung der Straße Am Eichenkamp zu erreichen. Von Süden führt ein Feldweg von der L 403 dorthin. Erst seien natürlich noch einige Formalitäten vonnöten, Verträge seien beispielsweise noch keine geschlossen worden. Auch rechtliche Fragen – was passiert, wenn auf der Anlage jemand zu Schaden kommt? – müssten noch geklärt werden. Und natürlich muss der Acker abgeerntet sein, bevor dort überhaupt etwas geschehen kann.

Sind diese Punkte aber alle erledigt, könnte in dem Bereich eine BMX-Bahn mit zugehörigen Erdhügeln zum Befahren – sogenannten „Dirts“ – entstehen. Im Haushalt werden für das Vorhaben bereits 20 000 Euro vorgehalten. Die Gruppe der initiierenden Jugendlichen, die noch immer Interesse an der Anlage haben und während der Sitzung anwesend waren, zeigte sich sehr zufrieden mit der aktuellen Entwicklung. Nach ihren Vorstellungen sollten die „Dirts“ der Anlage in unterschiedlichen Größen und Formen angelegt werden, damit Nutzer mit höheren und niedrigen Erfahrungsgraden auf ihre Kosten kommen. Eine Laterne für bessere Sichtverhältnisse in den Abendstunden wäre zudem wünschenswert.

Ein anderes Thema der Sitzung bildete die Skaterbahn am Bahnhof in Haste. Ein Vorschlag der anwesenden Jugendlichen lautete, dort zusätzlich eine Halfpipe ähnlich wie in Bad Nenndorf aufzustellen – nur nicht ganz so steil und mit einem Zugang, beispielsweise einer Treppe. Zudem wurde der Wunsch nach einem zusätzlichen Bolzplatz im Ort laut. kle

Getreide, soweit das Auge reicht: Hier könnte bald eine Anlage für BMX-Radler entstehen. kle




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