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Umgestaltung im Bergkurpark / Toilettenhaus abgerissen / Tanne gefällt

Erfolg für Elterninitiative: Toiletten weichen attraktiverem Spielplatz

Bad Eilsen (mig). Jetzt war es endlich so weit: Pünktlich um sieben Uhr morgens gab Bauhofchef Bertram Meier seinen beiden Mitarbeitern den Startschuss für die Generalüberholung des Spielplatzes am Bergkrugpark. Schon frühmorgens wurden die Anwohner vom Motordröhnen eines großen Baggers aus dem Schlaf gerissen. Beschwerden gab es keine, handelte es sich doch um "willkommenen" Lärm. Viele Nachbarn hatten die Eingabe von Tatjana Snarr unterstützt, in der eine Runderneuerung des Areals gefordert wurde.

veröffentlicht am 10.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

Bemängelt hatten die rund 20 Unterzeichner vor allem, dass das Gelände aufgrund der vielen hohen Nadelbäume kaum einsehbar ist. Außerdem wünschte man sich eine Rutsche und einen Sandkasten für die Kinder. Anfang des Jahres hatten Vertreter des Jugend- und Sportausschusses den etwas verwilderten Spielplatz besichtigt und dem Rat eine Sanierung empfohlen. Dass eine solche Maßnahme nicht billig zu haben ist, war allen Lokalpolitikern klar. 15 000 Euro wurden bereitgestellt. Schnell hatten sich die Ratsmitglieder auchüber die dringensten Punkte geeinigt. Man stimmte darin überein, zunächst das Toilettenhäuschen abzureißen, da von ihm eine latente Gefahr für Kinder und Jugendliche ausgeht. Anlässlich des Baubeginns erläuterte Bürgermeister Horst Rinne noch einmal diese Entscheidung. "Wir haben es uns nicht leicht gemacht, vor allem wegen der Steuergelder, die wir schon da hineingesteckt hatten, aber es ging einfach nicht mehr." Bauhofchef Meier ergänzte: "Durch die Hanglage des Daches reizte es die Kinder sehr, darauf zu spielen." Außerdem sei das Häuschen schon seit drei Jahren nicht mehr genutzt worden. Der Bagger machte dem ungeliebtenÖrtchen dann den Garaus. Innerhalb weniger Stunden war das öffentliche WC verschwunden, zu sehen war nur noch Bauschutt. Unangetastet blieb einzig das Betonfundament. Die dicke Bodenplatte wird einer geplanten Sitzecke mehr Stabilität verleihen. "Wir wollten den Abriss als erstes fertig haben," meinte Meier nach der fünfstündigen Aktion, versprach aber bis zum Herbst auch die restlichen Punkte der Spielplatz-Agenda abzuarbeiten. Teilweise aber haben die Bauhofmitarbeiter die restlichen Forderungen der Initiative schon erfüllt. Eine der großen Fichten, die den Platz verdunkelten, wurde inzwischen gefällt. Das von den Eltern gewünschte und von den Ratsfrauen ausgesuchte Multifunktionsgerät ist bestellt. Der Holzzaun wird ersetzt durch einen hohen Metallzaun und die Senke, die sich auf dem Platz gebildet hat, wird mit neuer Erde aufgefüllt. Besonders begeistert von den Arbeiten war der kleine Dominik Lemke (9). Er wohnt auf der angrenzenden Parkstraße und schaute mit großen Augen dem Bagger zu. Rinne und Meier ließen es sich nicht nehmen, dem Knirps das neue Gelände zu zeigen.




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