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Kulturverein: Konzertbereich wird erweitert, Theatersegment um Literatur ergänzt

„Erfreuliche inhaltliche Neuerungen“

Bückeburg. „Die 68. Spielzeit des Kulturvereins wird zwei erfreuliche inhaltliche Neuerungen mit sich bringen“, hat Johanna Woydt während der Hauptversammlung der anno 1947 gegründeten Gemeinschaft angekündigt. Damit spielte die Geschäftsführerin, die das Programm der Saison 2015/2016 gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden Ute Mai vorstellte, auf Veränderungen in den Bereichen „Konzerte“ und „Theater“ an.

veröffentlicht am 04.08.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Der Konzertbereich, der im Anschluss an das in der Saison 2012/2013 verbuchte Haushaltsdefizit reduziert worden war, erfährt eine Aufstockung der Gastspiel-Termine; das Theatersegment wird um die Abteilung „Literatur“ ergänzt.

Das Programm wurde unter das Motto „Schneller Gang ist unser Leben. Lasst uns Rosen auf ihn streu’n!“ von Johann Gottfried Herder im „Lied des Lebens“ gestellt. Es nimmt seinen Auftakt am 3. Oktober mit einer vom Sinfonieorchester der Schaumburger Landschaft (Leitung: Siegfried Westphal, Solistin: Jana Telgenbüscher, Violoncello) bestrittenen Sonderveranstaltung.

Am 25. Oktober wird es im großen Saal des Rathauses ein Wiederhören mit dem seinerzeit dem Rotstift zum Opfer gefallenen Osnabrücker Sinfonieorchester (Leitung: Andreas Hotz, Solist: Michal Majersky, Violine) geben. Das Göttinger Symphonieorchester ist für den 9. Januar und den 6. März gebucht.

Im Januar präsentieren die unter der Leitung von Chris-toph-Mathias Mueller agierenden Publikumslieblinge im Rahmen des unter dem Leitmotiv „Buffo“ dargebotenen Neujahrskonzerts Werke von Gioachino Rossini, Hans Christian Lumbye, Carl Maria von Weber, Johann Strauss (Sohn) und Josef Strauss. Als Solist fungiert Blaz Sparovec (Klarinette). Im März übernimmt Alexander Krichel (Klavier) den Solopart. Zu hören sind dann Kompositionen von Joseph Haydn (Ouvertüre zu „Orfeo ed Euridice“), Pjotr Tschaikowsky (Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23) und Richard Wagner (Symphonie in C).

Die im Landesarchiv angesiedelte Kammermusikreihe eröffnet am 22. November das von Lukas Brandt (Oboe), Michal Majersky (Violine), Criselle Räpple (Violine), David Boyd (Viola) und Kathrin Bogensberger (Violoncello) gebildete Brandt-Quintett. Den 7. Februar hat der Kulturverein für das Duo Hammer (Christian Hammer, Klavier; Gerit-Ada Hammer, Gesang) reserviert. Drei Wochen darauf stellt sich am 28. Februar das Trio Arpeggione (Carlos Johnson, Violine; Semjon Kalinowski, Viola; Andreas Schumann, Gitarre) vor.

Der Joel-Le-Theule-Saal des Rathauses wurde für die „Judenbank“, den „Revisor“ und für Hermann Hesse freigehalten. Bei der am 13. Oktober vom Theater Poetenpack (Potsdam) gezeigten „Judenbank“ handelt es sich um ein von Reinhold Massag verfasstes Volksstück für einen Schauspieler. Für den „Revisor“ zeichnet am 16. Januar die Schaumburger Bühne verantwortlich. Die aus der Feder von Nicolaj Gogol stammende Komödie kommt unter der Regie von Jürgen Morche zur Aufführung, der auch einen Einführungsvortrag zum Stück und zur Inszenierung halten wird.

Am 14. Februar erlebt der Le-Theule-Saal eine „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ betitelte musikalisch-literarische Hommage an Hermann Hesse. Als Interpreten reisen Künstler des „Lauschsalons Kammerhörstücke“ aus Münster an. Vor dem Auftritt der Münsteraner wird es am 9. Februar im Stadtmuseum ein Kunstgespräch mit Christiane Seele über Hesses Bilder geben. Am 12. Februar erhellt Frank Suchland – Motto „In die flüchtige Luft unsere Namen“ – in der Stadtbücherei Details aus dem Leben des Literaturnobelpreisträgers.

Als weitere Sonderveranstaltung kündigten Woydt und Mai eine „Poesie am Nachmittag“ an, die am 15. November im Konzertsaal der Musikschule Schaumburger Märchensänger Sagen aus Schaumburg und Umgebung für Kinder und Erwachsene erklingen lässt. Frank Suchland rezitiert, Stephan Winkelhake spielt Klavier.

Im Kindertheater erscheinen am 24. November im Le-Theule-Saal „Peter und der Wolf“. Die Berichterstatterinnen betonten, dass das eigentlich für Kindergartenbesucher konzipierte Stück des Figurentheaters Seiler (Hannover) durchaus auch Erwachsene zu begeistern wissen wird. „Gerhard Seiler versteht es immer wieder, das Publikum mit fantasievollen Abenteuergeschichten in seinen Bann zu ziehen“, erklärten die Fachfrauen.

Das in der ehemaligen Landfrauenschule beheimatete Format „Poetische Momente“ wird am 22. Januar von deren künstlerischem Leiter Frank Suchland eröffnet. Am 18. Februar steht der Lyriker, Liedermacher und Sänger Wolfgang Rieck auf der Kleinkunstbühne. Am 11. März erwarten die Organisatoren den unter dem Künstlernamen „Nagelritz“ reisenden Kabarettisten und Sänger Dirk Langer. An diesem Abend wird sicher auch der von Joachim Ringelnatz geprägte Satz „Jeder spinnt auf seine Weise – der eine laut, der andere leise“ zu hören sein.

Figurentheaterfachmann Gerhard Seiler gilt als Experte für fantasievolle Abenteuergeschichten.bus (2)




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