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Naturschützer Marc Jameson aus Schoholtensen beobachtet Route des geselligen Zugvogels

"Erleben wahre Invasion der Seidenschwänze"

Auetal (rnk). Alle Erwartungenübertroffen hat der Aufruf von Marc Jameson, ihn telefonisch über das Vorkommen von Seidenschwänzchen im Schaumburger Land zu berichten. Mit der großen Resonanz, so sagt der Naturschützer aus Schoholtensen, habe er nicht gerechnet.

veröffentlicht am 21.03.2007 um 00:00 Uhr

Sehr gesellig und wenig scheu: Der Seidenschwanz ist in diesem J

Wo ziehen sie hin? Das war die Frage, die sich Jameson gestellt hatte, nachdem er erstmals bei sich im Garten jede Menge der Seidenschwänze beobachten konnte. Denn der Seidenschwanz brütet in Nordeuropa und kommt nur im Winter als Gast zu uns nach Mitteleuropa. Die auffällige Färbung und seine Kopfhaube machen ihn unverkennbar. Das Flugbild erinnert an das des Stares, wirkt aber eleganter. Der Seidenschwanz bewohnt zur Brutzeit Fichten- und Birkenwälder, Hochmoore mit Zitterpappel- und Birkenbestand. Im Winter und auf dem Zug bevorzugt er offene Wald- und Parklandschaften, Buschlandschaften, Friedhöfe und Parks. Die Anwesenheit von Beeren, Wildobst oder Misteln ist Voraussetzung für das Erscheinen der Vögel. Der Vorteil für Ornithologen und Vogelfans: Der Seidenschwanz ist sehr gesellig und wenig scheu. Neben der reinen Zahl - sie ging weit in die Hunderte - hatte Jameson noch interessiert, ob die im Verbund reisenden Tiere jedes Jahr die gleiche Route nehmen - und wenn ja, welche. Daher will er seine Aufzeichnungen aus diesem Jahr mit denen aus dem nächsten Jahr abgleichen. Eines ist für Jameson jetzt schon sicher: "2007 war es eine wahre Invasion der Seidenschwänze, die wir im Schaumburger Land erleben und beobachten konnten."

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