weather-image
„Nocturne in Blue“ bietet Konzert mit Musik und Malerei in der Schlosskapelle

Erlebnis für Ohr und Auge

BÜCKEBURG. Ein recht entspannendes Konzerterlebnis, das nicht nur die Ohren sondern auch die Augen beschäftigte, haben der Geiger Anton Sjarov, der Pianist Steve Sinko und der Maler Doncho Donchev in der Kapelle von Schloss Bückeburg präsentiert. Das unter dem Titel „Nocturne in Blue - Musik und Live-Malerei“ organisierte Unterfangen stellte vor allem Kostproben aus den mehr als 700 Kompositionen des in Minden lebenden Violinisten vor.

veröffentlicht am 11.10.2018 um 17:21 Uhr

270_0900_111413_b_Nocturne_0810.jpg
bus-neu

Autor

Herbert Busch Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Auf dem Album „Nocturne in Blue“ spannt Sjarov einen facettenreichen Bogen von klassischer Weltmusik bis zu jazzigen Klängen. In der Schlosskapelle faszinierte er außer durch die Beherrschung seines Instruments auch mit großer Spielfreude. Hier zeigte sich, dass es ihn immer wieder reizt, unterschiedliche Musikstile zu vermischen und Neues entstehen zu lassen.

Sinko erwies sich einmal mehr als kongenialer Begleiter, der sein umfangreiches technisches und stilistisches Know-how einfühlsam in den Dienst des Gesamtwerkes zu stellen weiß. Der Ungar widmet sich seit vielen Jahren dem Studium des Modern Jazz vom Bebop bis zu den darauf aufbauenden zeitgenössischen Spielweisen.

Für Donchev, der derzeit zu den bekanntesten bulgarischen Künstlern gezählt wird und der europaweit Projekte und Ausstellungen realisierte, stellt die Begleitung von Konzerten mit Live-Malerei eine besondere Leidenschaft dar. Erfreulich fürs Publikum: Die Entstehung der Kreidearbeiten - jeweils eine pro Stück, respektive Satz - konnte auf einer Videoleinwand verfolgt werden. Im Anschluss an die Aufführungen bestand die Möglichkeit, die Werke käuflich zu erstehen.

Kritische Stimmen monierten, dass das unmittelbare Nebeneinander von Musik und Malerei der Konzentration nicht unbedingt zuträglich gewesen sei. Darüber hinaus wurde moniert, dass auf der Leinwand immer wieder Details über den Batterie-Ladezustand des Übertragungsgerätes auftauchten. Dass in den Pausen Klänge des im Schlossgarten parallel veranstalteten Oktoberfestes durch die Kapellenfenster drangen, mochte den Künstlern niemand ankreiden.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare