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Düdinghausener Bürgerinitiative „Gehweg“ sammelt 144 Unterschriften / Rat berät wieder

Erneute Kehrtwende in Sachen Bürgersteig?

Düdinghausen (jpw). Erst Ja, dann Nein: Gibt es nun doch eine erneute Kehrtwende in Sachen Bürgersteig entlang der Kreisstraße 40 in Düdinghausen? Einwohner haben der Gemeinde eine Liste mit rund 150 Pro-Unterschriften übergeben. Jetzt hat der Rat das Thema wieder auf der Tagesordnung.

veröffentlicht am 07.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:22 Uhr

Der Wunsch der Gemeinde Auhagen schien einhellig zu sein: Bürgermeister Kurt Blume (SPD) hatte sich bereits beim Landkreis über die Möglichkeiten informiert, entlang der Kreisstraße 40 vom Gasthaus „Zur Erholung“ bis zur Einmündung „Auf der Hütte“ einen Bürgersteig bauen lassen zu können, die CDU stellte im Gemeinderat dazu den Antrag.

Doch im Ort stieß das Projekt zumindest in der Öffentlichkeit nicht auf Gegenliebe: „Unsinn“, „Steuergeldverschwendung“ und „zu wenig Platz“, musste sich der Gemeinderat während einer Bürgerversammlung vorhalten lassen. Folglich hakten die Kommunalpolitiker das Projekt in der nächsten Ratssitzung ab. Der Bürgersteig werde offenbar nicht gewünscht, hieß es.

Erste Anzeichen dafür, dass es im 200-Einwohner-Ort nicht alles so einstimmig zuging, wie der Eindruck der Bürgerversammlung vermittelte, offenbarten sich während der Ortsbegehung des Gemeinderates Anfang des Jahres. „Machen sie doch eine Unterschriftenliste“, forderte Bürgermeister Kurt Blume in Richtung derer, die sich auf der Straße versammelt hatten, um nun doch den Bürgersteig für ihren Ort zu thematisieren.

146 Düdinghäuser unterzeichneten innerhalb weniger Wochen „entgegen der Auffassung des Gemeinderates und einzelner Einwohner“ eine entsprechende Petition. Stellvertretend fordern nun Tobias Hahne, Lothar Zuckermantel, Carsten Bandes, Timo Dubbert, Heinz Rodewald, Axel Papenhausen, Thorsten Brunke und Lothar Hensel „eine zeitnahe Realisierung des Projekts“.

Das Vorhaben sei von einigen Bürgern „in Grund und Boden geredet worden“, argumentieren die Gehweg-Befürworter, die die schriftlichen Unterlagen bereits der Gemeinde überreicht haben. Zweimal täglich werde der Gehweg im Bereich der Bushaltestelle von zwölf bis 15 Kindern frequentiert, außerdem gebe es aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeiten Gefahrensituationen. „Gerade in der dunklen und schneereichen Jahreszeit würde dieser Gehweg sehr zur Sicherheit betragen, da die Fußgänger und Schulkinder den vorhandenen Seitenraum nicht als Ausweichmöglichkeiten nutzen können“, heißt es in dem Informationsschreiben. Den Anliegern würden durch den Bau des Gehwegs keine Kosten entstehen, da diese von der Gemeinde getragen würden.

Bürgermeister Kurt Blume hat das Thema umgehend wieder auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung gesetzt. „Wenn der Rat denn so beschließt“, sagte Blume im Pressegespräch, „müssten wir dort wieder anfangen, wo wir aufgehört haben.“




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