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Brombach lobt den Ortsbürgermeister / Ortsbürgermeister lobt die Dorfjugend / Ganz Cammer ist im Erntehimmel

"Erntefest ohne Rösener ist wie ein Himmel ohne Sterne"

Cammer (bus). Die Cammeruner Dorfjugend hat am Wochenende, einer in diesem Jahr sechs Jahrzehnte alt gewordenen Tradition folgend, ein von viel Beifall begleitetes Erntefest auf die Beine gestellt. "Ihr habt diese Feier wunderschön organisiert und ebenso wunderschön durchgezogen", lobte Ortsbürgermeister Friedrich Rösener das Engagement der als Verein organisierten Gemeinschaft.

veröffentlicht am 18.09.2007 um 00:00 Uhr

Röseners Lob umfasste während der Abschlussveranstaltung des Festumzugs darüber hinaus himmlische Mächte - "vielen Dank für das allerbeste Kaiserwetter" - und die Musikanten der Schaumburger Trachtenkapelle ("wieder mal in Höchstform"). Angesichts der Flut freundlicher Worte mochte BückeburgsBürgermeister Reiner Brombach sich nicht lumpen lassen, betonte den "unglaublichen Stellenwert" der Feier in Cammer und brachte den Ortsbürgermeister beinahe in Verlegenheit. "Ein Erntefest in Cammer ohne Friedrich Rösener ist wie ein Himmel ohne Sterne", betonte Brombach. Pastor Joachim Liebig versicherte dem "Sternüber Cammer", sich nicht schonen zu wollen. Womit der Superintendent der Schaumburg-Lippischen Landeskirche auf die Aufforderung Röseners anspielte, den Getränkeumsatz in für die Organisatoren gewinnbringende Zonen zu befördern. Auf den Ursprung des Festes eingehend meinte der im Agrarierdressmitfeiernde Geistliche, dass die aktuellen Ernteerträge zwar schlecht, die Preise allerdings gut seien. Was insgesamt ein zufrieden stellendes Resultat verspreche. Liebig: "Es macht mich misstrauisch, wenn einige Landwirte nicht klagen." Trotz aller Komplimente und der per Reimform in der Ernterede verabreichten Schmunzeleinheiten galt der kräftigste Applaus des mehrere hundert Personen zählenden Publikums der tanzenden Abteilung. Besonders der Kindertrachtengruppe, die mit "Seben Ellen Bottermelk" eine herzerfrischende Trachtensohle aufs Parkett legte. Die Mädchen und Jungen der Ortschaft hatten der dreitägigen Feier Freitag mit Fackelzug und Kinderdisko zu einem stimmungsvollen Auftakt verholfen. Sonnabend sorgte die Live-Band "Bahamas" für Stimmung auf dem am Dorfgemeinschaftshaus errichteten Festzelt. Der Sonntag stand im Zeichen des Festumzuges. 30 adrett ausstaffierte Gespanne waren, beklatscht von zahlreichen Zuschauern, vier Stunden lang auf den Straßen unterwegs. "Wenn man dieses bunte Treiben sieht, braucht man keine Medizin", sagte der erschöpft wirkende Ortsbürgermeister am Abend. "Höchstens ein paar Wacholder."

3 Bilder
Augenweide: Zwei der 30 Cammeruner Gespanne.



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