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Vorbei ist die Zeit des Booms: Surfclub Gevattersee schrumpft und schrumpft

Erst eine handfeste Drohung macht die Wahl eines Vorstandes möglich

Petzen (möh). Dem Surfclub Gevattersee laufen die Mitglieder davon. Von in Bestzeiten weit über 500 halten derzeit nur noch 228 dem Verein die Stange. Und die Tendenz ist weiter rückläufig. Außerdem hat der Verein derbe Probleme, einen geschäftsführenden Vorstand zu bekommen. Während der Jahresversammlung des Surfclubs im Petzer Krug gelang es erst, einen kompletten Vorstand zu wählen, nachdem Vorsitzender Klaus-Udo Hennings den Versammlungsteilnehmern gedroht hatte, in vier Wochen müsse man sich noch einmal treffen, wenn die Vorstandswahlen nicht erfolgreich abgeschlossen werden könnten. Hennings wurde übrigens für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt.

veröffentlicht am 17.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:21 Uhr

Stehen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung einer Jahresversammlung, so bleibt in der Regel das Gros der Mitglieder fern. So auch beim Surfclub Gevattersee, denn der brauchte ungedingt einen geschäftsführenden Vorstand, denn der bisherige kommissarische zweite Vorsitzende hatte nicht nur sein Amt niedergelegt, sondern war auch gleichzeitig aus dem Club ausgetreten, wie Hennings der Versammlung mitteilte. Nach vielem Hin und Her, guten Worten und intensivem Bitten konnte der Surfclub schließlich einen Vorstand auf die Beine stellen, der für die nächsten zwei Jahre die Geschicke des Vereins, der bereits im September 1979 gegründet wurde, lenkt.

Zum ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung Klaus-Udo Henning. Den Posten seines Stellvertreters übernahm der bisherige Schriftführer Stefan Hägner.

Grottenschlechter

Internetauftritt

Das freigewordene Amt des Schriftführers bekleidet jetzt Detlef Hänsel. Kassenwart bleibt Tomas Jenderni und Bernd Rose wird auch weiterhin als Sportwart des Vereins ehrenamtlich arbeiten. Der erst am Abend der Mitgliederversammlung in den Verein eingetretene Marcus Altehenger beklagte sich über den grottenschlechten Internetauftritt des Surfclubs. Und schon wählte ihn die Versammlung zum Internetbeauftragten und gleichzeitig zum Pressewart. Nun fehlt dem Surfclub eigentlich nur noch ein Jugendwart, der aber nicht dem geschäftsführenden Vorstand angehört. Hennings: „Der Jugendwart wäre eigentlich sehr wichtig, denn nur so bekommen wir wieder Nachwuchs, den wir dringend benötigen.“

Allein im vergangenen Jahr hat der Verein 31 Austritte und nur zwei Eintritte verzeichnet, sodass jetzt nur noch 228 Mitglieder vorhanden sind. In dieser Zahl verstecken sich aber noch sogenannte „Experten“, die einfach keinen Mitgliedsbeitrag zahlen, wie Kassenwart Thomas Jenderni erläuterte. Somit sei damit zu rechnen, dass letztendlich die Zahl der Mitglieder in diesem Jahr unter 200 rutsche.

Positiv konnte der Kassierer lediglich vermelden, dass die Finanzen sich gebessert hätten und der Haushalt für 2009 in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen sei. Fazit: Die Versammlung entlastete den Kassenwart und den gesamten Vorstand.




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