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Petershagen: Polizei gibt Ermittlungsergebnisse zum Fund von zwei Leichen in einem Pkw in der Weser bekannt

Erst seine Frau erdrosselt, dann den Freitod gewählt

Petershagen (rc). Polizei Minden und Staatsanwaltschaft Bielefeld haben weitere Ermittlungsergebnisse zum Fund von zwei Leichen in einem in der Weser bei Petershagen versunkenen Pkw bekannt gegeben (wir berichteten). Danach ist die 44-jährige Frau offensichtlich von ihrem von ihr getrennt lebenden Mann erdrosselt worden. Der 58-jährige ist ertrunken. Das ergab die Obduktion der beiden Leichen, die noch am späten Donnerstagabend von den Gerichtsmedizinern aus Münster im Mindener Klinikum durchgeführt wurde.

veröffentlicht am 07.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 07:21 Uhr

Bei der Bergung des Opel Corsa fanden die Beamten den aus dem niedersächsischen Raddestorf stammenden Mann hinter dem Steuer sitzend. Seine von ihm getrennt lebende Frau lag im Kofferraum. Bei der Untersuchung der Wohnungen der beiden Toten ergaben sich keine Hinweise auf eine gewaltsame Auseinandersetzung. Wo die Frau erdrosselt wurde, ist daher noch unklar.

Zurzeit sprechen die Umstände dafür, dass der 58-Jährige zunächst seine Ehefrau getötet und sie danach in den Kofferraum des Wagens legte. Anschließend hat er sich offensichtlich in Selbsttötungsabsicht hinter das Steuer gesetzt und ist in die Weser gefahren. Das Ehepaar lebte seit 2007 getrennt.

Wie berichtet war bereits am Mittwoch der Wagen in der Weser in Höhe des Pionierübungsplatzes am Stromkilometer 219 von einer Passantin entdeckt worden. Da durch den Wagen keine Gefahr für die Schifffahrt bestand, war erst am Donnerstagmorgen mit der Bergung des noch unverdächtig wirkenden Wracks begonnen worden. Allerdings: Als die Tauchgruppe der Bundeswehr zusammen mit der Wasserschutzpolizei das Auto aus dem Wasser hob, wurden die beiden leblosen Körper sichtbar.




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