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Wegen großen Andrangs beim Fußball: SV Victoria lässt zweiten Sportplatz bauen / Fertigstellung Ende November

Erste Arbeiten schon vor dem Spatenstich

Lauenau (nah). Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat Lauenaus Bürgermeister Heinz Laufmöller den Start für den Bau eines neuen Fußballfelds im örtlichen Sportpark markiert. Rund 150 000 Euro lässt sich der SV Victoria den zweiten Platz kosten. 75 000 Euro steuert der Flecken bei. Einen Zuschuss soll es auch vom Kreissportbund geben. Der Verein trägt mit seinem Projekt den ständig wachsenden Mitgliederzahlen der Fußballabteilung Rechnung.

veröffentlicht am 21.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:42 Uhr

Eigentlich waren Laufmöller, Victoria-Vorstandssprecher Peter Hantke und eine Handvoll Zaungäste schon zu spät gekommen. Denn bereits in den Vortagen hatten Maschinen des Edewechter Unternehmens Sommerfeld die ersten Bodenarbeiten vollzogen. Firmenchef Frank Sommerfeld wollte keine Zeit verstreichen lassen. Bis Ende November will er, sofern es die Witterung zulässt, die ein Hektar große frühere landwirtschaftliche Fläche in ein normgerechtes Fußballfeld verwandelt haben. Die 110 Mitarbeiter gelten bundesweit als Spezialisten für den Golf- und Sportplatzbau. In Lauenau werden die Sommerfeld-Maschinen 5000 Kubikmeter Boden bewegen.

Doch auch die Mitglieder der Fußballabteilung bekommen eine Menge zu tun. Ballfang, Bande, der Einbau der Tore, die Baustellenabsicherung und der spätere Rückbau der Zufahrt sollen in Eigenleistung erfolgen. Viel Arbeit muss sich auch Vereinsmitglied Karl Ehmke machen. Der Bauingenieur kümmert sich um Planung und Aufsicht.

Für Hantke ist das Projekt ein Vereinstraum, der nun „in die Wirklichkeit umgesetzt“ werden könne. Er erinnerte an Zeichnungen aus den sechziger Jahren, die noch eine 400-Meter-Bahn samt Tribüne vorgesehen hatten. Daraus sei damals nichts geworden. „Eine Tribüne gibt es künftig auch nicht“, fuhr Hantke fort, „aber wir werden einen tollen Platz erhalten mit einer sehr guten Drainage und genug Nebenfläche“. So könne das fußballerische Angebot weiter verbessert werden. Nach Fertigstellung lasse sich dann endlich auch der alte Platz sanieren.

Bürgermeister Laufmöller begrüßte das Projekt. Dass Lauenau mit einem deutlichen Zuschuss einsteige, habe auch etwas mit den Leistungen des Vereins zu tun: „Victoria bietet eine ganze Menge.“ Als wichtig sah er die Aufwendungen für die Entwässerung der Fläche an. So würden allein 1800 Meter Drainage einschließlich der erforderlichen Sammler verlegt.

Sommerfeld ist überzeugt, dass gerade mit dieser Maßnahme der neue Platz einem hohen Qualitätsanspruch gerecht wird. Bespielbar werde die Fläche in diesem Jahr aber nicht mehr sein. Auch wenn bis Ende November sogar noch die Raseneinsaat erfolgen könne, müsse das Gelände „ruhen“. Dem trägt der Verein Rechnung: Das erste Spiel auf dem neuen Areal soll im kommenden Jahr am Sonnabend, 6. August, angepfiffen werden – bei den Feierlichkeiten zum 90-jährigen Vereinsbestehen.




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