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Aktionstag mit Eisenbahn, Dampfmaschinen und Motoren

Es dampft, zischt und tuckert

Lauenau (nah). Die eher stille Sammlung lokalgeschichtlicher Fakten im Amts- und Fleckenmuseum in Lauenau erhält einen Tag lang spektakuläre Konkurrenz. Es dampft und zischt am Sonntag, 19. April, rund um das Fachwerkgebäude am „Rundteil“. „Lauenau unter Dampf“ lautet der Arbeitstitel der nicht nur für Technik-Fans geplanten eintägigen Sonderschau.

veröffentlicht am 03.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:41 Uhr

Nachdem das ehrenamtliche Engagement im vergangenen Jahr eher im Verborgenen blühte und mit Bauarbeiten auf dem Gelände einen Schwerpunkt erfuhr, hat sich der Vorstand für das Jubiläumsjahr des Fleckens gleich mehrere flankierende Aktionen vorgenommen. Kürzlich fand bereits die Saisoneröffnung mit Sonderführungen statt. Geplant sind nun ein Theaterspiel zum historischen Bierstreit am Festwochenende sowie eine historische „Weihnachtsausstellung“ im Dezember. Neben Teilnahme am zweiten „Deistertag“, „Stollnfest“, „Tag des aktiven Bergmanns“ ist auch ein weiterer „Tag der offenen Tür“ der Eisenbahnfreunde vorgesehen.

Recht vielversprechend hören sich jedoch zusätzlich die Pläne für den 19. April an. Schließlich soll an diesem Tag das komplette „Rundteil“ gesperrt werden, um Platz für alle Aktionen und Sicherheitsabstand zu den „Rauchzeichen“ zu gewinnen. Die Modelleisenbahner bauen einen Rundkurs auf. Oldtimer-Trecker und alte Motorräder rollen an. Sammler und Tüftler Erhard Meyer will die 15 schönsten seiner Dampfmaschinen vorstellen.

Gerade erst hat er ein 75 Jahre auf einem Dachboden von Nachbar Karl Reinecke lagerndes Modell wieder gangbar gemacht. Es zischt und dampft als hätte es nie eine Zwangspause in dunkler Verpackung gegeben. Peter Mühr, der viele Jahre in der Arbeitsgemeinschaft Bergbau für den „Feggendorfer Stolln“ mitgearbeitet hatte, will sein Dampfwalzenmodell vor dem Haus rollen lassen.

Für einen besonderen Augenschmaus aber möchte der Rodenberger Rolf Depping sorgen. Er zeigt seine selbstgebauten Modelle von Flugzeug- und Zweiradmotoren, mit denen er auf internationalen Ausstellungen Aufsehen erregt hat. „Das wird eine tolle Veranstaltung“, ist sich Heimatvereins-Vorsitzender Jürgen Schröder sicher.

Dass am gleichen Wochenende ein überregionales Boule-Turnier im „Sägewerk“ stattfindet, beunruhigt ihn nicht. Im Gegenteil: Wegen der geringen Entfernung wachse vielleicht das gegenseitige Interesse. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Nur Autos haben in direkter Museumsnähe keinen Platz: Auswärtige Besucher sollten auf die großen Stellflächen am Markt ausweichen.




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